GROßBRITANNIEN: Tötungsdelikt z. N. von Paul Stevens [1990]
Der Mord an Paul Stevens
Wer hat Paul Stevens getötet?
Im heutigen Beitrag möchte ich auf einen britischen Cold Case aufmerksam machen. Der Fall stammt aus dem Jahr 1990 und der Mord hat sich in London im Stadtbezirk Ealing [London Borough of Ealing] im Stadtteil Hayes, in der Grafschaft Middlesex, Großbritannien. Bis heute konnte der Fall nicht aufgeklärt werden.
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Der Mord an Paul Stevens ist seit 1990 ungeklärt. Wer ist für den Tod von Paul Stevens verantwortlich? Foto: Polizei |
Der Fall Paul Stevens
Paul Stevens wurde im Jahr 1957 in Großbritannien geboren. Im Jahr 1990 lebte der 33-jährige Paul Stevens in einer Wohnung in der Belvedere Road im Stadtbezirk South West im Stadtteil Hounslow West [London]. Heute gibt es die Belvedere Road nicht mehr in Hounslow West, sondern in einem ganz anderen Stadtbezirk von London. Paul teilte sich eigentlich mit seinem Bruder die Wohnung, aber Paul übernachtete häufig bei einer Freundin auf dem Sofa. Dort verbrachte er auch die meiste Zeit. Paul Stevens arbeitete eigentlich als Barkeeper, doch im August 1990 war er arbeitslos, was ihm doch zu schaffen machte. Paul Stevens war homosexuell und sein Auftreten und seine Sprache sollen sehr feminin gewesen sein.
Das Jobangebot
Am Morgen des 22. August 1990 [Mittwoch] verließ Paul Stevens die Wohnung seiner Freundin und sagte ihr, dass er sich mit einem Mann wegen eines Jobs in einer Bar treffen wollte. Die Frau gab jedoch später an, dass sie Paul später im Pub getroffen habe. Paul hatte ihr erzählt, dass der Mann nicht aufgetaucht sei. Später stellte sich heraus, dass er den Mann doch getroffen hatte, aber dieser ihn belogen hatte. Der Mann hatte Paul damit aufgezogen und behauptet, dass es keinen Job gäbe.
Treffen im Pub
Als Paul Stevens nach dem Treffen mit der Frau, bei der er die meiste Zeit lebte, den Pub verließ, bat er sie, die Eingangstür offen zu lassen. Die Frau fand dies später seltsam, da Paul Stevens immer anklopfte, bevor er ihre Wohnung betrat, egal zu welcher Tageszeit. Er ging jedoch in dieser Nacht nicht nach Hause.
Die Entdeckung
In den frühen Morgenstunden des 23. August 1990 wurde die Leiche von Paul Stevens gegen 5.45 Uhr im Grand-Union-Kanal, direkt an der Grenze zwischen den beiden Stadtteilen Southall und Hayes des Londoner Stadtbezirk Ealing [London Borough of Ealing] entdeckt. Die Leiche von Paul Stevens trieb mit dem Gesicht nach unten im Grand-Union-Kanal. Die Leiche wurde von den Behörden geborgen und für weitere forensische Untersuchungen zur Rechtsmedizin transportiert.
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Der Leichenfundort am Grand-Union-Kanal in Southall. Hier wurde die Leiche von Paul Stevens am Morgen des 23. August 1990 um 5.45 Uhr von einem Passanten entdeckt. Foto: Google Maps |
Der Leichenfundort
Der Leichenfundort befindet sich am Grand-Union-Kanal, kurz vor der Brücke, in der Nähe der Hayes-Umgehungsstraße, im Stadtbezirk Ealing [London Borough of Ealing], direkt an der Grenze zwischen den beiden Stadtteilen Southall und Hayes. Der Fundort liegt direkt hinter der Nestlé-Fabrik in Southall. [Anm. Der London Borough of Ealing ist ein Stadtbezirk von London. Er liegt im Westen der Stadt. Bei der Gründung der Verwaltungsregion Greater London im Jahr 1965 entstand er aus dem Municipal Borough of Ealing, dem Municipal Borough of Southall und dem Municipal Borough of Acton in der Grafschaft Middlesex. Der Stadtbezirk Ealing ist in 16 Stadtteile unterteilt. Der Stadtbezirk Ealing hat heute 341.982 Einwohner.] Neben dem Grand-Union-Kanal befindet sich ein kleiner Fußweg/Treidelpfad.
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Der Blick vom Fußweg/Treidelpfad in Richtung der Nestlé-Fabrik in Southall. Nur ein paar Meter weiter wurde die Leiche von Paul Stevens entdeckt. Foto: Google Maps |
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Der Blick in die andere Richtung. Im Rücken befinden sich der Leichenfundort und die Brücke. Foto: Google Maps |
Die Obduktion
Die Leiche von Paul Stevens wurde vom zuständigen Rechtsmediziner obduziert. Der Rechtsmediziner stellte fest, dass Paul Stevens Opfer eines Gewaltverbrechens geworden ist. Die genaue Todesursache war eine stumpfe Gewalteinwirkung gegen den Kopf. Paul Stevens hat mindestens zwei Schläge mit einem stumpfen Gegenstand auf den Hinterkopf bekommen. Durch die Schläge erlitt er einen Schädelbruch. Er wurde vermutlich mit dem Angriff auf ihn überrascht, weil keine Abwehrverletzungen festgestellt werden konnten. Der Rechtsmediziner stellte außerdem fest, dass die Leiche von Paul Stevens noch nicht lange im Wasser war. Die forensischen Untersuchungen zum Todeszeitpunkt ergaben, dass Paul Stevens am 23. August 1990 um 4.45 Uhr gestorben ist. Die Obduktion ergab außerdem, dass Paul Stevens in der Nacht vor seinem Tod sexuellen Kontakt mit einem oder mehreren Männern gehabt habe
Die Ermittlungen
Die Polizei hat damals umfangreiche Ermittlungen durchgeführt. Die Person, die Paul Stevens tot im Grand-Union-Kanal aufgefunden hatte, hatte zunächst große Mengen an Blut auf dem Fußweg/Treidelpfad entdeckt. Bei den Untersuchungen am Leichenfundort und der näheren Umgebung wurden tatsächlich große Mengen an Blut auf dem Fußweg/Treidelpfad entdeckt, der parallel zum Grand-Union-Kanal verläuft. Die Polizei geht davon aus, dass Paul Stevens vor dem Betreten des Wassers gewaltsam angegriffen worden war. Die Tatwaffe wurde nie gefunden. Die Polizei hatte das Ufer des Kanals abgesucht und eine Unterwassersuche durchgeführt, um die Tatwaffe zu finden. Leider blieben die Suchmaßnahmen jedoch ergebnislos.
Weitere Ermittlungen
Weitere Ermittlungen zeigten, dass Paul Stevens sich am Abend des 22. August 1990 gegen 17.45 Uhr im Pub Tankerville in der Hanworth Road in Hounslow aufgehalten hatte. Gegen 21.00 Uhr wechselte er die Lokalitäten und besuchte den Pub Chariot, der sich damals in der 32-34 High Street in Hounslow befand. Die beiden Lokalitäten sind nicht weit voneinander entfernt. Zuletzt wurde er gegen 22.00 Uhr von einem Barmann im Chariot gesehen, der ihm zwei Pints Bier serviert hatte. Der Barmann konnte sich noch sehr gut an die Situation erinnern, weil es für Paul Stevens ungewöhnlich war, so viel zu trinken. Paul trank in der Regel nur ein halbes Pints. Das Chariot ist fünf bis sechs Kilometer vom späteren Leichenfundort entfernt. Es ist nicht bekannt, wie er von der Hounslow High Street zum Grand Union Canal und nach Southall/Hayes gelangt war.
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Die Entfernung zwischen dem Pub Tankerville in der Hanworth Road und dem Chariot in der High Street in Hounslow. Die beiden Pubs gibt es nicht mehr. Foto: Google Maps |
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Der Pub Tankerville befand sich 1990 in der 2 Hanworth Road in Hounslow. Paul Stevens hielt sich bis 21.00 Uhr [22. August 1990] in diesem Pub auf. Der Pub wurde später abgerissen. Foto: Paul Bullen |
Zeugenaufruf der Polizei
Im Jahr 1990 teilte die Polizei mit, dass sie sehr daran interessiert sei, mit zwei Männern zu sprechen, mit denen Paul Stevens früher in der Nacht im Gespräch gesehen worden war. Die Polizei veröffentlichte Phantombilder von ihnen.
Der erste Mann [Pub Tankerville]
Der erste Mann hielt sich am Abend des 22. August 1990 im Tankerville Pub in Hounslow auf. Dieser Mann soll an dem Abend mit Paul Stevens gesprochen haben. Der Mann war ursprünglich einer von drei Männern, mit denen Paul Stevens dort gesprochen hatte. Er hatte braune Haare und trug einen Anzug.
Der zweite Mann [Pub Chariot]
Mit dem zweiten Mann hatte Paul Stevens später im Chariot Pub gesprochen, wo er sich bis etwa 22.00 Uhr aufgehalten hat. Er wurde von einer gerade 18-jährigen Frau gesehen. Sie sagte aus, dass Paul Stevens sie angesprochen habe und den Mann, mit dem er zusammen war, als seinen Bruder vorgestellt, obwohl er nicht sein Bruder war. Es wurde jedoch angemerkt, dass Paul Stevens Freunde oft als seinen Bruder vorstellte. Der Mann wurde als 19 bis 21 Jahre alt, recht groß und mit blonden Haaren und blauen Augen beschrieben.
Weitere Zeugen gesucht
Die Polizei sagte außerdem, sie sei daran interessiert, mit allen Personen zu sprechen, die zwischen 22.00 Uhr des 22. August und 6.00 Uhr des Folgetages auf dem Fußweg/Treidelpfad des Grand-Union-Kanals spazieren gegangen seien oder die wüssten, warum sich Paul Stevens in der Gegend von Hayes/Southall aufgehalten haben könnte.
Warum hielt Paul Stevens sich in Southall auf?
Obwohl kein Grund bekannt ist, warum Paul Stevens sich in der Gegend von Southall aufgehalten haben könnte, da er fünf Kilometer entfernt wohnte und nicht dafür bekannt war, nach Southall zu gehen, stießen die Polizisten bei ihren Ermittlungen auf einen Zeugen, der eine interessante Aussage machte. Dieser Zeuge gab bei der Polizei an, dass er Paul Stevens etwa drei Wochen vor seinem Tod bei einem Drink im Garten des Pubs "Grand Junction Arms" gesehen habe. Der Ort befindet sich in der Nähe des Ortes, an dem er später tot aufgefunden wurde.
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Das Grand Junction Arms befindet sich in der Nähe des Leichenfundortes. Foto: Google Maps |
Erneuter Zeugenaufruf im Jahr 2002
Bei einem erneuten Aufruf im Jahr 2002 erklärte die Polizei, dass sie sich mit einem Mann namens Martin unterhalten möchte, der im Tankerville Pub getrunken hatte. Er war etwa 25 Jahre alt, stammte vermutlich aus Australien oder Neuseeland, war über 1,80 Meter groß, hatte blondes Haar und war von sportlicher Statur.
Die Polizei teilte mit, dass sie auch daran interessiert sei, mit zwei Zeuginnen zu sprechen, die im Jahr 1990 ausgesagt hatten. Die erste Zeugin, war damals eine etwa 23-jährige Frau namens Elizabeth, die in Hounslow gelebt und als Ergotherapeutin gearbeitet hatte. Bei der anderen Zeugin handelte es sich um eine damals etwa 18-jährige Frau namens Julie, die damals ebenfalls in Hounslow als Bardame im Pub "Hussar" gearbeitet hatte. Elizabeth müsste heute etwa 58 Jahre alt sein und Julie müsste heute 53 Jahre alt sein.
Die Theorien
Der Mord an Paul Stevens ist weiterhin ungeklärt. Es gibt einige Theorien darüber, was hinter dem Mord stecken könnte. Auf diese Theorien möchte ich nun kurz näher eingehen. Es gilt natürlich die Unschuldsvermutung.
1. Theorie "Raubmord"
Wurde Paul Stevens überfallen und ausgeraubt?
Diese Theorie besagt, dass Paul Stevens auf dem Fußweg/Treidelpfad am Grand-Union-Kanal in Southall angegriffen und ausgeraubt wurde. Der Täter hatte Paul Stevens mit einem stumpfen Gegenstand tödlich verletzt. Anschließend wurde er in den Kanal geworfen. Diese Möglichkeit wurde von den Ermittlern in Betracht gezogen und überprüft. Die Ermittler schließen einen Raubmord aus, weil Paul Stevens noch 20 Pfund in der Tasche hatte, als seine Leiche entdeckt wurde. Es gab keine Anzeichen dafür, dass er ausgeraubt worden war, oder er sich gewehrt hatte.
2. Theorie "Homophobe Gründe"
Wurde Paul Stevens aufgrund seiner Homosexualität angegriffen und getötet?
Bei dieser Theorie geht man davon aus, dass Paul Stevens aufgrund seiner Homosexualität auf dem Fußweg/Treidelpfad am Grand-Union-Kanal angegriffen und mit einem stumpfen Gegenstand tödlich verletzt worden ist. Auch in diese Richtung wurde ermittelt. Die Ermittler halten es für durchaus möglich, dass Paul Stevens aufgrund seiner Sexualität angegriffen und getötet wurde. Möglicherweise ist Paul Stevens jemandem aufgefallen, weil er sich recht feminin verhalten hat. Es könnte auch sein, dass der Täter mit Paul Stevens zum Grand-Union-Kanal gegangen ist und Paul ihn angemacht hat oder mit ihm sexuellen Kontakt haben wollte. Der Täter wollte dies nicht und war überfordert. Er wurde wütend und tötete Paul Stevens deshalb. Die Sache könnte irgendwie aus dem Ruder gelaufen sein.
3. Theorie "Streit mit einer sexuellen Bekanntschaft"
Wurde Paul Stevens von jemandem getötet, mit dem er zuvor sexuellen Kontakt hatte?
Diese Theorie besagt, dass Paul Stevens von jemandem getötet wurde, mit dem er an diesem Abend einen sexuellen Kontakt hatte. Möglicherweise hat man sich irgendwo im Bereich des Grand-Union-Kanals für sexuelle Handlungen getroffen. Es könnte davor oder danach zu einem Streit gekommen sein, der mit dem Tod von Paul Stevens endete. Die Ermittler haben auch diese Möglichkeit überprüft, denn Paul Stevens hatte vor seinem Tod sexuellen Kontakt mit einem oder mehreren Männern gehabt. Die Ermittler schließen diese Möglichkeit auch nicht aus. Bis heute konnten diese Männer nicht identifiziert werden.
Fazit:
Ich bin davon überzeugt, dass es bei dem Mord nicht um einen Raubüberfall ging, der mit dem Tod von Paul Stevens endete. Man hatte in den Taschen von Paul Stevens noch 20 Pfund gefunden. Außerdem wurden keine Kampf- oder Abwehrverletzungen am Körper von Paul Stevens entdeckt. Die Ermittler gehen davon aus, dass Paul Stevens sich gewehrt hätte, wenn jemand ihn ausrauben wollte. Die Raubmord-Theorie wurde von den Strafverfolgungsbehörden verworfen und deshalb werde ich das auch machen.
Die anderen beiden Theorien halte ich für plausibel. Es könnte sich um ein homophobes Motiv oder eine Beziehungstat handeln. Ich bin davon überzeugt, dass Paul Stevens sich nicht ohne Grund zu dieser Tageszeit am Grand-Union-Kanal aufgehalten hat. Ich glaube, dass Paul Stevens einen Bezug nach Southall/Hayes hatte. Er wurde drei Wochen vor seinem Tod im Grand Junction Arms gesehen. Es könnte sein, dass Paul Stevens sich in der Nacht zum 23. August 1990 auch das Grand Junction Arms oder einen anderen Ort in Southall/Hayes besucht hat.
Ich bin fest davon überzeugt, dass Paul Stevens sich nicht ohne Grund in Southall/Hayes aufgehalten hat. Er wollte dort jemanden treffen. Möglicherweise wollte oder hat er sich dort mit einem Mann zum Sex getroffen. Es wurde durch die Obduktion festgestellt, dass Paul Stevens in der Nacht vor seinem Tod sexuellen Kontakt mit einem oder mehreren Männern hatte.
Bei dem Mord könnte auch eine homophobe Motivation eine Rolle gespielt haben. Möglicherweise war jemandem die feminine Verhaltensweise aufgefallen, sodass Rückschlüsse auf die sexuelle Präferenz von Paul gezogen wurden. Es könnte aber auch ganz anders gewesen sein und es könnte sich um eine Beziehungstat handeln. Vielleicht war Paul Stevens auf dem Fußweg/Treidelpfad unterwegs, weil er zuvor jemanden in Southall oder Hayes besucht hatte. Möglicherweise wollte er auch nach Hause und wurde auf dem Heimweg aufgrund einer homophoben Motivation ermordet. Mich würde interessieren, was Paul Stevens in der Zeit zwischen 22.00 Uhr [22. August 1990] und 4.45 Uhr [23. August 1990] gemacht hat, mit wem er zusammen war und wie er überhaupt in die Gegend von Southall/Hayes gelangt ist.
Ich hoffe, dass die Polizei neue Informationen bekommt und die Ermittlungen wieder aufgenommen werden. Ich glaube, dass die Polizei den Fall aufklären kann, wenn sie die richtige Information erhält.
Beschreibung von Paul Stevens
- Paul Stevens wurde 1957 in Großbritannien geboren.
- Im Jahr 1990 lebte Paul Stevens mit seinem Bruder in einer Wohnung in der Belvedere Road im Stadtbezirk South West im Stadtteil Hounslow West.
- Paul Stevens wurde am 23. August 1990 gegen 4.45 Uhr auf dem Fußweg/Treidelpfad direkt neben dem Grand-Union-Kanal in Southall angegriffen und getötet. Anschließend wurde seine Leiche in den Grand-Union-Kanal geworfen.
- Zum Zeitpunkt des Mordes war Paul Stevens 33 Jahre alt.
- Er war Barkeeper, aber zum Zeitpunkt des Mordes arbeitslos.
- Er ist von kaukasischer Abstammung.
- Paul war 1,65 m groß und wog etwa 57 kg.
- Er hatte dunkles Haar und einen dunklen Vollbart.
- In der Nacht seiner Ermordung trug er ein rosa Hemd, einen lila-blau gestreiften Pullover, den er um die Hüften gebunden hatte, eine grau-schwarz gemusterte Hose und graue Schuhe ohne Socken.
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Wer hat Paul Stevens getötet? Foto: Polizei |
Aktuelle Einstufung des Falls
Der Tod von Paul Stevens wurde von den Strafverfolgungsbehörden als Mord bzw. als Tötungsdelikt eingestuft. Obwohl der Fall ein Cold Case ist, wurde der Fall nicht geschlossen. Aktuell wird nicht aktiv in dem Fall ermittelt. Die Ermittler sind weiterhin auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen, um neue Ermittlungen anzustoßen. Jeder Hinweis könnte wichtig sein.
Die Belohnung
Die Strafverfolgungsbehörden haben für Informationen eine Belohnung von 10.000 Pfund ausgelobt, die zur Ergreifung des Täters oder zur Aufklärung des Falls führen. Die Belohnung ist weiterhin aktiv.
Fragen der Ermittler:
- Wer war in der Zeit von 22.00 Uhr am 22. August 1990 und 6.00 am 23. August 1990 auf dem Fußweg/Treidelpfad am Grand-Union-Kanal in Southall unterwegs und hat irgendwelche Beobachtungen gemacht?
- Wer weiß, was Paul Stevens kurz nach 22.00 Uhr am 22. August 1990 nach dem Verlassen des Pub Chariot in der High Street 32-34 in Hounslow West gemacht hat und mit wem er sich vielleicht getroffen haben könnte?
- Wer weiß, wie Paul Stevens in den Stadtbezirk Ealing in die Gegend von Southall/Hayes gekommen ist?
- Wer weiß, was für einen Bezug Paul Stevens in der Gegend von Southall/Hayes hatte? Hat er sich in der Zeit vor seiner Ermordung bereits in Southall/Hayes aufgehalten? Hat er sich dort mit jemandem verabredet?
- Wer kennt die genauen Umstände und Hintergründe seines Todes?
- Wer weiß, wer für den Tod von Paul Stevens verantwortlich gewesen sein könnte?
- Wer kann etwas zu den beiden Männern auf den Phantombildern sagen, mit denen sich Paul Stevens am Abend vor seinem Tod in den verschiedenen Lokalitäten unterhalten hat? Wer kann sie identifizieren?
- Wer hat andere Beobachtungen oder Wahrnehmungen gemacht, die mit dem Mord an Paul Stevens in Zusammenhang stehen könnten?
- Wer hat sonstige Informationen zu diesem Fall?
Wer Informationen hat, wird gebeten, die Ermittler unter der Rufnummer 020 8284 9713 anzurufen. Auch die Crimestoppers nehmen Hinweise unter der kostenlosen Rufnummer 0800 555 111 entgegen. Anrufer können sich auch an GALOP, das Londoner Anti-Gewalt-Projekt für Schwule, Lesben und Bisexuelle, unter der Rufnummer 020 7704 2040.
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