COLD CASE DER WOCHE: Vermisst Caroline del Valle Movilla (2015)

Das Verschwinden von Caroline del Valle Movilla 

Was ist mit Caroline del Valle Movilla passiert?

Diese Woche habe ich für den "Cold Case der Woche" einen spanischen Vermisstenfall ausgewählt. Leider habe ich mich etwas verspätet. Dieser Missing Cold Case stammt aus dem Jahr 2015 und ereignete sich in Sabadell, im Hermética-Vierte, in der Provinz Barcelona, Spanien. Bis heute ist der Verbleib von Caroline del Valle Movilla unklar, doch die spanischen Strafverfolgungsbehörden vermuten, dass sie Opfer eines Verbrechens geworden ist. 

Das Verschwinden von Caroline del Valle Movilla ist seit 2015 ungeklärt.
Was ist mit Caroline del Valle Movilla passiert?
Foto: Privat 

Der Fall Caroline del Valle Movilla

Caroline del Valle Movilla wurde im Jahr 2001 in Barcelona als Tochter von Isabel Movilla [Anm. Der Name des Vaters wurde nie veröffentlicht] geboren. Caroline lebte mit ihren Eltern, ihrem Bruder Kevin und ihren Großeltern in einer Wohnung in der Zona Franca in Barcelona. [Anm. Die Zona Franca ist ein Industrie- und Logistikbezirk im Stadtbezirk Sants-Montjuïc in Barcelona. Die Zona Franca liegt strategisch günstig zwischen dem Hafen und dem Flughafen von Barcelona und wird unter anderem von der Autovia C-31 begrenzt.
Angrenzende Städte sind El Prat de Llobregat und L'Hospitalet de Llobregat. Die im Bau befindliche Linie L9 der Metro Barcelona wird zur Zona Franca geführt und wird diese mit der Innenstadt und dem Stadtgebiet verbinden.]

Caroline und ihre Familie lebten in Barcelona im Bezirk Zona Franca.
Foto: Google Maps 

Erste altersbedingte Veränderungen 

Im Jahr 2015 war Caroline del Valle Movilla 14 Jahre alt. Sie kam gerade erst in die High School und damit kamen einige Veränderungen. Sie begann auszugehen und probierte auch zum ersten Mal Alkohol aus. Sie begann sich zu schminken und anders zu kleiden. Dies bedeutete aber nicht, dass sie ihre Einstellung änderte.
Caroline war eigentlich ein recht schüchternes und braves Mädchen, wenn auch etwas rebellisch. Auf der einen Seite wollte Caroline schon erwachsen sein, aber auf der anderen Seite war sie noch recht kindisch. Dies ist aber ein ganz normales Verhalten für eine junge Frau in ihrem Alter.

Caroline war mitten in der Pubertät und fing an sich zu schminken und mit Freunden auszugehen.
Foto: Privat 

Caroline hatte eine enge Verbindung zu ihrer Familie 

Die 14-jährige Caroline del Valle Movilla hatte eine enge Verbindung zu ihrer Familie. Sie war gern mit der gesamten Familie zusammen. Caroline war auch gern mit ihren Freunden unterwegs. Sie vertraute ihren Eltern auch viel an, aber sie hatte auch kleine Geheimnisse, die sie nicht mit ihren Eltern teilte. Sie war ein offenes und geselliges Mädchen, das eigentlich immer gute Laune versprüht hat. 

Gute Noten in der Schule

In der Schule hatte Caroline gute Noten, obwohl sie nicht wirklich gerne lernte. Am meisten mochte sie die Fächer Sport und bildende Kunst. Sie war noch zu jung, um sich zu entscheiden, was sie später einmal werden wollte. Sie dachte lieber darüber nach, wann und wo sie sich mit ihren Freunden treffen könnte.

Zwei Gruppen von Freunden 

Der Freundeskreis von Caroline del Valle Movilla bestand eigentlich aus zwei Gruppen von Freunden. Es gab einmal die Freunde aus der Schule und dann gab es noch die Freunde, die sie durch ihre Cousine kennengelernt hatte. Caroline und ihre Cousine waren im gleichen Alter.
Durch ihre Cousine lernte Caroline auch ein anderes Mädchen [Anm. Silvia Codony] kennen. Caroline verstand sich mit ihrer neuen Freundin Silvia sehr gut und verbrachte sehr viel Zeit mit ihr. 

Caroline hatte auch neue Leute kennengelernt, die einen schwierigen Hintergrund hatten.
Foto: Polizei 

Neue Leute kennengelernt 

In den letzten Monaten war Caroline mit einer Gruppe von jungen Leuten zusammen. Diese jungen Leute hingen oft am Apple Store auf der Plaza Catalunya in Barcelona ab, da es dort freies WLAN gab. Die meisten von ihnen waren aus Jugendzentren geflohen oder gehörten zerrütteten Familien an. Manche von ihnen hatten auch schon Kontakt mit der Polizei. Isabel Movilla hatte diese Gruppe von Jugendlichen oft in der Stadt gesehen und wollte nicht, dass Caroline sich mit ihnen traf.

Besuche von Diskotheken im Olympischen Dorf "Vila Olímpica"

Die 14-jährige Caroline del Valle Movilla fing an, in Diskos für Minderjährige [Anm. Bei uns in Deutschland würde man Kinderdisco sagen] im Olympischen Dorf "Vila Olímpica" zu gehen, die dort keinen Alkohol an die Jugendlichen verkauften. Sie wurde immer von ihren Freunden begleitet, besonders oft ging sie mit Silvia dorthin. In diesen Diskotheken hatte sie eine tolle Zeit. [Anm. La Vila Olímpica del Poblenou oder La Villa Olímpica (Das Olympische Dorf von Poblenou) ist ein Stadtteil im Stadtteil Sant Martí in Barcelona, ​​Katalonien (Spanien). Es wurde Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre für die Olympischen Sommerspiele 1992 in Barcelona gebaut. Heute befinden sich dort Wohnungen und viele Nachtclubs.]

Das Olympische Dorf befindet sich in Barcelona im Stadtteil Poblenou Village im Bezirk Sant Martí.
Foto: Google Maps 

Caroline besuchte häufig das Olympische Dorf mit ihren Freunden. 
Foto: Google Maps 

Caroline und Silvia wollten Tag zusammen verbringen 

Am 14. März 2015 [Anm. Samstag] hatten Caroline und Silvia geplant, den Tag zusammen zu verbringen. Zuerst aßen sie bei Silvia zu Hause und anschließend gingen die beiden Mädchen dann in eine dieser kleinen Diskotheken im Olympischen Dorf "Vila Olímpica". Caroline hatte ihre Mutter [Anm. Isabel Movilla] noch nach Geld gefragt, denn der Eintritt auf das Gelände kostete bereits 15 Euro. Isabel Movilla gab ihrer Tochter 20 Euro. Caroline war sehr glücklich über die 20 Euro von ihrer Mutter. Anschließend machten sich die beiden Mädchen auf dem Weg zur Diskothek in das Olympische Dorf "Vila Olímpica". Sie verbrachten den Nachmittag und die frühen Abendstunden in der Diskothek.

Caroline del Valle Movilla und ihre Freundin Silvia Codony.
Foto: Google 

Caroline meldete sich am Abend bei ihrer Mutter

Um 21.30 Uhr hörte Isabel Movilla von ihrer Tochter. Sie erhielt eine Audionachricht von Caroline. In dieser Nachricht teilte Caroline ihrer Mutter mit, dass sie und Silvia gerade die Diskothek verlassen hatten. Sie fragte ihre Mutter auch, ob sie bei Silvia in L’Hospitalet de Llobregat übernachten könne. Es war nicht das erste Mal, dass Caroline ihre Mutter danach fragte. Tatsächlich war es normal, dass eine bei der anderen übernachtete. Also erlaubte Isabel Movilla ihrer Tochter bei Silvia zu übernachten. Isabel Movilla gab ihre Erlaubnis, denn schließlich war das andere Mädchen war schon mehrmals bei ihnen zu Hause gewesen. 

Caroline meldete sich am Abend des 14. März 2015 bei ihrer Mutter mit der Bitte, bei Silvia übernachten zu dürfen.
Foto: Google 

Netz aus Lügen

Caroline und ihre Freunde hatten ein Netz aus Ausreden und Lügen verbreitet, damit ihre Familien nicht erfuhren, dass sie diese Nacht nicht im Haus einer Freundin oder Freundes verbringen würden. Die Jugendlichen, darunter auch Caroline, hatten geplant, die Nacht in der "Zona Hermética" in Sabadell zu verbringen.
[Anm. Sabadell (Provinz Barcelona) ist eine Industriestadt in Katalonien (Spanien) und liegt etwa 30 km nordwestlich von Barcelona. Im Jahr 2019 hatte die Stadt 213.644 Einwohner. In Sabadell befindet sich die Zona Hermética. Das ist ein Industriegebiet voller Nachtclubs und Bars.]

Sabadell [Provinz Barcelona] ist eine Industriestadt in Katalonien [Spanien] und liegt etwa 30 km nordwestlich von Barcelona.
Foto: Google Maps 

Die Zona Hermética in Sabadell ist ein Industriegebiet voller Nachtclubs und Bars.
Dort verbrachte Caroline mit ihren Freunden die Nacht zum 15. März 2015.
Foto: Google Maps 

Caroline kam immer zum Mittagessen nach Hause zurück 

Wenn Caroline bei ihren Freundinnen übernachtet hatte, dann kam sie in der Regel zum Mittagessen wieder nach Hause. Aber an diesem Tag wusste Isabel Movilla nichts von ihrer Tochter. Sie hatte keine neuen Nachrichten von ihr erhalten und begann sich allmählich Sorgen zu machen. Am Sonntagnachmittag wurde Carolines Mutter  immer ungeduldiger und rief gegen 15.00 Uhr bei Silvia  an. Isabel Movilla ging ja davon aus, dass Caroline dort übernachtet hatte. Silvia sagte Carolines Mutter, dass sie vor ein paar Minuten auf dem Heimweg nach Barcelona [in den Bezirk Zona Franca] gemacht hat. Silvia hatte aber Isabel Movilla angelogen.

Caroline kam am nächsten Mittag nicht zum Essen nach Hause. Zu diesem Zeitpunkt konnte Mutter Isabel Movilla noch nicht ahnen, dass Caroline nicht mehr nach Hause kommen würde.
Foto: Google 

Caroline kam nicht nach Hause 

Isabel Movilla ging hinunter, um zu sehen, ob sie Caroline schon sehen konnte, aber von Caroline war nichts zu sehen. Gegen 20.00 Uhr rief sie erneut Silvia an.
Silvia sagte ihr wieder dasselbe, dass Caroline auf dem Heimweg wäre und bald zu Hause sein werde. Silvia sagte Carolines Mutter auch, dass Caroline doch den Nachmittag bei ihr verbracht hätte, um sich auszuschlafen und etwas zu Essen. Wieder log Silvia. Isabel Movilla stand vor dem Haus auf der Straße und hielt Ausschau nach ihrer Tochter. Wenig später war Caroline immer noch nicht da. 

Isabel Movilla kontaktierte Carolines Freunden

Nervös ging Isabel Movilla wieder ins Haus und ging zu ihrem Computer. Caroline ließ ihr Facebook-Konto immer offen und Isabel kontaktierte den Rest von Carolines Freunden via Facebook. Sie fragte alle nach Carolines Aufenthaltsort. Keiner von Carolines Freunden sagte Isabel Movilla, wo Caroline war. Die Freunde sagten ihr aber, dass sie sich melden würden, wenn sie etwas von Caroline hören würden. Einer der Freunde kam gegen 3.00 Uhr morgens mit der Wahrheit raus und sagte, dass Caroline weder in der Diskothek im Olympischen Dorf war noch bei Silvia übernachtet hatte und alles eine Lüge wäre.

Caroline war die ganze Nacht in Sabadell

Es kam heraus, dass die Gruppe von minderjährigen Jugendlichen alle ihre Eltern angelogen hatten. Ein Dutzend der Jugendlichen, darunter auch Caroline, stiegen in einen Zug und fuhren in das Industriegebiet von Sabadell. Unter dieser Gruppe von Jungen gab es mehrere, die aus einem Jugendzentrum und einer betreuten Einrichtung ausgerissen waren, um die Samstagnacht in Sabadell zu verbringen. Einige waren für Raubüberfälle und andere Straftaten schon verurteilt worden. Sie waren in einen Nachtclub "Bora, Bora" gegangen und dann blieben sie in der Nähe dieser Bar, wo es ein Feld gab. Dort tranken die Jugendlichen und unterhielten sich.

In dem Nachtclub "Bora Bora" in Sabadell in der Zona Hermética war Caroline mit ihren Freunden und Bekannten in der Nacht zum 15. März 2015 unterwegs. 
Foto: Google 

Auf dem Bild ist Jashtin und Caroline in dem Club zu sehen. Jashtin spielt in dem Fall eine große Rolle.
Foto: Google 

Bei der Polizei als vermisst gemeldet 

Als Isabel Movilla davon hörte, dass Caroline nicht bei Silvia übernachtet hatte, sondern mit anderen Jugendlichen in Sabadell unterwegs gewesen ist und niemand seitdem mit Caroline Kontakt hatte, ging die Mutter zur Polizei und meldete Caroline offiziell als vermisst. Die Mutter von Caroline war total in Panik und hatte verständlicherweise große Angst um ihre Tochter.
Die Polizei leitete sofort eine Untersuchung ein.



Probleme in Sabadell 

Die Gruppe hatte Probleme in Sabadell. Einige der Zeugen sprechen von Auseinandersetzungen und Schlägereien, Alkohol- und Drogenkonsum in der Öffentlichkeit und wahrscheinlich auch von Diebstahl. Die Zeugen erzählten auch von einigen jungen Männer nordafrikanischer Herkunft, die in einem roten Auto mit französischem Nummernschild auftauchten und angeblich massiv mit den Mädchen geflirtet hatten. Irgendwann erschien eine Mossos-Patrouille an den Türen der Diskothek. Alle jungen Leute liefen weg. In diesem Moment verliert sich Carolines Spur.

Beamte der Mossos d'Esquadra kontrollierten Gebiet

Gegen 5.30 oder 5.45 Uhr kontrollierten die Beamten der Mossos d'Esquadra [Anm. Die Mossos d'Esquadra ist die Polizei von Katalonien. Umgangssprachlich werden sie auch als Mossos (katalanisch: Jungs) bezeichnet. Sie ist Europas älteste Zivilpolizei] das Industriegebiet. Die Jugendlichen rannten weg, weil einige aus der Besserungsanstalt, Jugendzentren und betreuten Einrichtungen abgehauen waren. Die Beamten jagten die Jugendlichen durch den Stadtbezirk. 

Das Verschwinden 

Caroline del Valle Movilla lief mit einem Mädchen, das sich unter einem Auto versteckte, und einem anderen Jungen, der sich in einem verlassenen Schloss etwa zwei Kilometer entfernt vor den Beamten der Mossos versteckte, davon. Der Junge sagte später, dass er Caroline bereits aus den Augen verloren hatte, als er zurückblickte. Danach war Caroline del Valle Movilla spurlos verschwunden und niemand hat sie jemals wieder gesehen.

Caroline lief gemeinsam mit Jashtin und einem anderen Mädchen von der Polizei weg. Das war das letzte Mal das Caroline lebend gesehen wurde. Danach verliert sich ihre Spur.
Foto: Polizei 

Verdacht auf einen jungen Mann

Die Mossos d'Esquadra untersuchten den Jungen namens Jashtin, der sich in der verlassenen Burg versteckte. Jashtin war 17 Jahre alt und einer der Jungen, die aus dem Jugendzentrum geflohen waren. Aber es gab keine Beweise, die Jashtin belasteten. Die Polizei  veröffentlichte nicht viel über die Aussagen von Jashtin und den anderen Jugendlichen. Bekannt ist nur, dass Jashtin zum Bahnhof "Station Sants" [in Barcelona] zurückgekehrt war. Überwachungskameras haben es morgens um 8.30 Uhr aufgezeichnet. Er hatte Schlamm an seiner Kleidung. Der Junge sagte, das lag daran, dass er sich vor den Mossos versteckt hatte. Jashtin war der letzte Jugendliche, der am Bahnhof Sants ankam. Die anderen waren bereits zwei Stunden vorher gegen 6.30 Uhr dort angekommen. Die Jugendlichen trafen sich immer morgens bei McDonald’s am Bahnhof Sants. Die Beamten haben tausendmal in die Überwachungskameras geschaut, aber die Bilder waren sehr schlecht und Caroline war zu keinem Zeitpunkt auf den Aufnahmen zu sehen.

Nach der Flucht vor der Polizei fuhren die Jugendlichen mit dem Zug zum Bahnhof Sants in Barcelona.
Der Bahnhof Sants befindet sich im Stadtteil Sants in Barcelona.
Foto: Google Maps 


Die Jugendlichen trafen sich eigentlich regelmäßig nach dem Besuch eines Clubs am Bahnhof Sants in Barcelona.
Foto: Google Maps 

Alle Jugendlichen waren bereits um 6.30 Uhr am Bahnhof Sants. Der Treffpunkt war der McDonald’s. Alle außer Jashtin und Caroline waren anwesend. Jashtin erreichte den Treffpunkt erst um 8.28 Uhr mit schlammbefleckter Kleidung.
Foto: Google Maps 

Mobiles Signal

Es ist schwer zu sagen, was in dieser Nacht passiert ist, aber da gab es einen Funkturm, die um 6.05 Uhr morgens einen Anruf von Carolines Mobiltelefon aufzeichnete. Das Telefon muss sich auf der Straße vom Bahnhof Sabadell befunden haben. Jashtin war damals zu diesem Zeitpunkt im Schloss, das sehr weit weg ist. Die Mossos sind diejenigen, die die Ermittlungen durchführen. Sie haben tausendmal im Schloss gesucht und nichts gefunden. Darüber hinaus ist es ein Gebiet, in das viele Menschen morgens gehen, um mit ihren Hunden spazieren zu gehen. Wenn dort etwas begraben wäre… dann hätten sie vermutlich schon etwas gesehen, oder?

Das letzte Signal von Carolines Mobiltelefon war um 6.05 Uhr auf der Straße zum Bahnhof Sabadell Süd.
Foto: Google Maps 

Die Ermittlungen 

Die Mossos d'Esquadra untersuchen den Vermisstenfall Caroline del Valle Movilla. Die Ermittler stuften das Verschwinden von Caroline del Valle Movilla von Anfang an als erzwungenes Verschwinden ein. Der Leiter des Ermittlungsgerichts Nr. 2 von Barcelona spricht in mehreren Aufzeichnungen, zu denen ich Zugang habe, von einem "kriminellen Verschwinden" [Anm. Möglicher Totschlag und anschließende Verschleierung von die Leiche] eines Minderjährigen unter 14 Jahren. Trotz der Tatsache, dass sich Dutzende von jungen Leuten, Türstehern, Sicherheitspersonal der Nachtclubs, Minderjährigen und Mossos in der Gegend aufhielten, gibt es keinen einzigen handfesten Hinweis, was mit Caroline passiert sein könnte. Die letzte Person, die Caroline lebend gesehen hat, war der 17-jährige Jashtin, der von allen nur "Justin" genannt wird, der damals auch minderjährig war. Jetzt ist Jashtin mittlerweile volljährig und befindet sich in einem Gefängnis in Lleida, wo er elf Monate wegen versuchten Raubüberfalls und einer Schlägerei absitzt. 

Befragung von Jashtin 

Jashtin sagte irgendwann vor dem Richter aus. Er gab zu, dass Carol, wie Caroline genannt wurde, ihm nachgelaufen ist, als die Polizei auftauchte. Carol sagte ihm, dass sie zu erschöpft wäre und fragte ihn, was sie nun machen sollte? Er sagte ihr, dass sie sich unter einem Auto verstecken sollte. Carol stimmte zu und er floh weiter, weil er von der Polizei gesucht wurde. Die knapp zwanzig Minderjährigen, die im Hermética-Viertel zusammen die Nacht verbracht hatten, einige waren zuvor im Nachtclub "In Time" in Barcelona gewesen, trafen sich wie immer morgens bei McDonald’s am Bahnhof Sants. In seiner Erklärung deutete Jashtin an, dass er sehr über das Verschwinden von Carol sehr besorgt sei. 

Der Einzige ohne ein zuverlässiges Alibi 

Die Mossos weisen darauf hin, dass Jashtin der Einzige ist, der kein zuverlässiges Alibi für den Zeitraum von seiner Flucht vor der Polizei bis zu seinem Erscheinen in Sants hat. Aber mehr gibt es nicht. Von der gesamten Gruppe sind nur drei Minderjährige vor dem Richter erschienen. Die Ausflüchte, unklaren Antworten und Lügen waren konstant. Eine Zeugin versicherte, dass Jashtin ihr gesagt habe, dass Carol von den Mossos festgenommen worden ist. Andere sind noch nicht einmal erschienen. Was die Zeugen betrifft, betonen die Ermittler, dass ihre Haltung gegenüber den Richtern und der Polizei nicht sehr kooperativ sei. Es war sehr schwierig für die Ermittler, Kontakt zu den Minderjährigen aufzunehmen. Einige von den Zeugen liefen ständig aus den Aufnahmezentren davon. Und bei den anderen Jugendlichen, die noch Zuhause lebten, sah es nicht besser aus. Ihre Eltern haben den Ermittlern nicht einmal die Türen ihrer Häuser geöffnet. Es war sehr kompliziert für die spanischen Strafverfolgungsbehörden mit den jungen Leuten zu sprechen.

Die Verdächtigen

Die Mossos weisen auf einen eindeutigen Verdächtigen namens Jashtin hin und dann auch noch auf einen Minderjährigen hin, gegen den sich die Beweise häufen. Namentlich wurde der andere Verdächtige jedoch nie genannt. Er soll ein Freund oder Bekannter von Caroline sein. Der Ermittlungsleiter sagte, dass die Ermittlungen teilweise auch auf technischen Mitteln basieren, eine Kreuzung der Geopositionierung der Handys aller Beteiligten. Die Ermittler glauben, dass Jashtin "Justin" lügt.

Für die Beamten ist Jasthin der Hauptverdächtige im Vermisstenfall Caroline del Valle Movilla. Sie glauben, dass er lügt und etwas mit dem Verschwinden von Caroline zu tun hat. Man muss aber auch anmerken,  dass die Polizei nicht besonders viel gegen ihn in der Hand hat. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Foto: Google 

Jashtin sagte, als die Mossos-Patrouillen eintrafen, wären die zwanzig Minderjährigen in verschiedene Richtungen gerannt. Caroline folgte Jashtin "Justin", doch laut ihm konnte sie nicht mehr weiterlaufen und fragte ihn, was sie nun machen sollte. Er sagte ihr, dass sie sich unter einem Auto verstecken sollte, was sie dann auch tat. Es gibt niemanden, der glaubt, dass die 14-jährige Caroline nach 50 Metern müde war und es nicht schaffte, weiterzulaufen. 

Jugendliche trafen sich nur eine Viertelstunde später wieder

Die fast zwanzig Minderjährigen, die zusammen die Nacht verbracht hatten, trafen sich nach dem Gefecht etwa eine Viertelstunde später bei McDonald's im Bahnhof Sants wieder. Der Verdächtige brauchte mehr als zwei Stunden, um zurückzukommen. Er war mit Schlamm bedeckt und kam ohne Jacke. Jashtin erklärte, dass er sich auf einem Feld versteckt hatte und darauf gewartet hatte, dass die Zeit vergeht. Er sagte auch, dass er in einen Bewässerungskanal bei einer verlassenen Burg geraten wäre. Während dieser ganzen Zeit war sein Telefon inaktiv. Die Ermittler können Jasthin einfach nicht glauben. Das Problem ist, dass viele der Zeugen minderjährig sind und man sie vor ihren Eltern oder Erziehungsberechtigten befragen muss, und es ist nicht dasselbe. 

Die Theorien 

Ich möchte auf die Theorien in diesem Vermisstenfall kurz näher eingehen.

1. Theorie "Freiwilliges Verschwinden"

Hat Caroline del Valle Movilla freiwillig ihr gewohntes Lebensumfeld verlassen?

Natürlich wurde diese Möglichkeit von den Strafverfolgungsbehörden überprüft. Die Ermittler schließen diese Möglichkeit aber aus. Die Ermittler haben die Familie und die persönlichen Verhältnisse von Caroline überprüft und kamen zu dem Schluss, dass Caroline eine sehr gute Beziehung zu ihrer Familie hatte und es auch in ihrem ganzen persönlichen Umfeld keinen Auslöser gab, der auf ein freiwilliges Verschwinden hindeuten würde. Sie benutzte täglich Facebook und WhatsApp, um mit ihrer Umgebung zu interagieren, aber seit ihrem Verschwinden hat sie weder Facebook noch WhatsApp benutzt. Ihr Mobiltelefon war seit ihrem Verschwinden nicht aktiv und seitdem sind über acht Jahre vergangen, ohne ein Lebenszeichen von ihr. Und Caroline hat auch nicht die finanziellen Mittel, um ohne Hilfe zu überleben. Die spanischen Strafverfolgungsbehörden gehen davon aus, dass Caroline ermordet wurde und ihre Leiche irgendwo versteckt wurde.

2. Theorie "Unbekannter Täter/Verbrechen"

Wurde Caroline del Valle Movilla von einem unbekannten Täter entführt?

Auch diese Möglichkeit wurde von den Ermittlern überprüft. Die Ermittler gehen davon aus, dass Carolines Abwesenheit nicht freiwillig, sondern erzwungen ist. Die Strafverfolgungsbehörden glauben aber nicht an den großen "Unbekannten", der Caroline am Morgen des 15. März 2015 entführt hat. Zumindest haben die Ermittler nicht einen einzigen Beweis gefunden, der in diese Richtung zeigt. Die Ermittler gehen davon aus, dass Caroline ihren Entführer/Mörder kannte.

3. Theorie "Freund von Caroline"

Hat der Freund von Caroline del Valle Movilla etwas mit ihrem Verschwinden zu tun?

Die Ermittler halten auch einen Freund von Caroline für  verdächtig. Dieser Freund wurde jedoch nie namentlich genannt. An diesem Morgen wurde von Carolines Mobiltelefon ein Anruf getätigt. Der Anruf wurde am Morgen des 15. März 2015 [Tag des Verschwindens] um 6.05 Uhr getätigt. Der Freund von Caroline wurde von ihrem Mobiltelefon angerufen. Der Freund nahm den Anruf aber nicht entgegen. Dieser Jugendliche hatte den Ermittlern aber nichts von diesem Anruf erzählt ubd deshalb geriet er ins Visier der Ermittler. Andere Indizien oder Beweise, die ihn irgendwie mit dem Verschwinden von Caroline del Valle Movilla in Verbindung bringen, gibt es jedoch nicht. Trotzdem möchten die spanischen Strafverfolgungsbehörden diesen jungen Mann noch nicht von der Liste der Verdächtigen streichen. Es gilt die Unschuldsvermutung.

4. Theorie "Junge Männer im roten Auto"

Haben die jungen Männer im roten Auto etwas mit dem Verschwinden von Caroline del Valle Movilla zu tun?

Es gibt einige Jugendliche, die bei der Polizei ausgesagt haben, dass an dem Morgen des 15. März 2015, kurz bevor die Polizei in dem Bezirk aufgetaucht war, 
einige junge Männer in einem Auto, mit den Mädchen den Kontakt suchten. Die Männer waren von nordafrikanischer Herkunft und mit einem roten Auto mit französischem Nummernschild unterwegs. Diese Männer haben angeblich sehr mit den Mädchen geflirtet. Und diese jungen Männer waren laut den Jugendlichen zufolge auch noch anwesend, als die Flucht von der Polizei begann und alle in verschiedene Richtungen weggerannt waren. Die Polizei hat nach diesen jungen Männern nie gesucht und die Identität ist bis heute unbekannt. Sie könnten zumindest wichtige Zeugen sein. Es gilt die Unschuldsvermutung.

5. Theorie "Jashtin"

Hat Jashtin etwas mit dem Verschwinden von Caroline del Valle Movilla zu tun?

Bis heute gehen die Ermittler davon aus,  dass Caroline Opfer eines Verbrechens geworden ist und Jashtin ist ihr Hauptverdächtiger. Jasthin war die letzte bekannte Person, mit der Caroline zusammen war. Es gilt auch hier die Unschuldsvermutung.

Während die Ermittler die Aussagen der gesamten Freundesgruppe entgegennahmen, die am Morgen des Verschwindens mit Caroline zusammen unterwegs waren, begann sich das Misstrauen der Ermittler gegenüber Jashtin aufzubauen.
Wie ich bereits erwähnt habe, gruppierten sich die Jugendlichen nach Flucht vor der Polizei schließlich in einem McDonald’s in Barcelonas Sants-Station. Alle waren da, außer Caroline. Auch Jashtin war zunächst nicht da, er kam erst zwei Stunden später zu McDonald's.

Widersprüchliche Visionen

Ein Jugendlicher sagte den Ermittlern, dass er Jasthin getroffen habe und sehr überrascht war, dass er so spät [Anm. Es war gegen 8.30 Uhr morgens] und allein zu McDonald's gekommen ist. Er erzählte, dass er Jashtin gefragt hätte, was passiert sei, aber Jashtin antwortete nur, dass ihn die Polizei verfolgt habe. Der Jugendliche ergänzte, dass er auf ihn den Eindruck machte, dass er Angst hatte und nicht viel reden wollte. Ein anderer Jugendlicher erzählte den Ermittlern, dass Jashtin ihm erzählt habe, dass Carol sich unter einem Auto versteckt habe. Ein Dritter widerspricht dieser Version jedoch. Er sagte, dass Jashtin ihm erklärt habe, dass Carol von der Polizei erwischt wurde. Diese offensichtliche Meinungsverschiedenheit wurde verstärkt, als die Mossos die U-Bahn- und Eisenbahn-Überwachungskameras überprüften. Zudem war Jashtin auch der Einzige der kein zuverlässiges Alibi hatte.

Die Bilder der Überwachungskameras 

In den Aufnahmen der Überwachungskameras am Bahnhof in Sabadell zeigten die Aufnahmen die Jugendlichen, wie sie um 23.49 Uhr den Bahnhof verlassen haben. Auch Jashtin und sein Outfit, das er zu diesem Zeitpunkt trug, wurden von den Überwachungskameras festgehalten. Als Jashtin um 8.28 Uhr den Bahnhof Sants und seine Freunde erreichte, war er in einem komplett anderen Outfit bekleidet. Warum hat er sich umgezogen? Was hat er in den zwei Stunden vom Zeitpunkt der Flucht von der Polizei bis zum Erreichen des Treffpunktes im Bahnhof Sants gemacht?

Die Rekonstruktion der Ereignisse 

Die Ermittler holten den jungen Mann aus dem Gefängnis und brachten ihn in die Gegend, um eine Rekonstruktion durchzuführen, um zu sehen, ob das, was er sagte, den Informationen widersprach, die sein Handy geliefert hatte. Während der Rekonstruktion arbeitete Jasthin nicht mit den Ermittlern zusammen. Damit war jede Spur von Zusammenarbeit beendet. Die Mossos versicherten, dass sie das Abwassersystem und die Gräben aufgespürt und durchsucht haben. Zudem wurde auch das gesamte Gebiet durchsucht, wo man die Leiche von Caroline versteckt haben könnte. Der Ermittlungsleiter sagte, dass mittlerweile alles darauf hindeutet, dass die Leiche die Zona Hermética in Sabadell nicht verlassen haben kann. 

Fazit:

Ich kann mich schwer auf eine Theorie festlegen, aber ich gehe stark davon aus, dass Caroline Opfer eines Gewaltverbrechens geworden ist. Wer dafür verantwortlich sein könnte, ist eine ganz andere Sache.

Ich halte Jashtin zwar für nicht besonders glaubwürdig, aber ich bin noch nicht vollständig von seiner Täterschaft überzeugt. Es gibt einige Indizien und Fakten, die für seine Beteiligung in Carolines Verschwinden sprechen. Er hat widersprüchliche Visionen über seine und Carolines Flucht von der Polizei gemacht. Er hatte schlammbefleckte Kleidung und er muss sein Outfit gewechselt haben. Warum hat er sein komplettes Outfit gewechselt und kam dann trotzdem mit schlammbefleckter Kleidung zum Treffpunkt? Was hat er tatsächlich in den zwei Stunden zwischen der Flucht von der Polizei bis zum Erreichen des Treffpunktes? U

Trotz der Indizien und seiner widersprüchlichen Visionen über den Morgen von Carolines Verschwinden, konnte die Polizei nie einen richtigen Beweis für seine Beteiligung an dem Verschwinden von Caroline finden. Deshalb konnte er auch nie in dieser Sache festgenommen oder angeklagt werden. Möglicherweise hat die Polizei sich auch zu schnell auf Jashtin fokussiert und andere Personen außer Acht gelassen.

An diesem Morgen waren auch noch viele andere Personen in der Zona Hermética in Sabadell unterwegs. Manche von ihnen waren auch mit Fahrzeugen unterwegs. Möglicherweise hat jemand die Flucht von den Mossos und die Not von Caroline gesehen und bot ihr eine Mitfahrgelegenheit an, um sie schnell aus dem kontrollierten Gebiet zu bringen.

Mich interessieren die jungen Männer von nordafrikanischer Herkunft, die mit einem roten Auto mit französischen Nummernschildern unterwegs waren und heftig mit den Mädchen geflirtet hatten. Sie waren auch zum Zeitpunkt der Flucht in der Nähe der Jugendlichen. Wenn sie nichts mit dem Verschwinden von Caroline zu tun haben, dann sind sie zumindest wichtige Zeugen. Ich verstehe nicht, warum die Polizei diese jungen Männer nicht gesucht, identifiziert und dann mit ihnen gesprochen hat.

In diesem Fall gibt es viel zu viele unbeantwortete Fragen und zu wenig Fakten. Ich hoffe, dass die Wahrheit ursprünglich ans Licht kommt.


Beschreibung von Caroline del Valle Movilla 
  • Caroline del Valle Movilla lebte mit ihrer Familie in Barcelona, im Bezirk "Zona Franca".
  • Sie verschwand am 14. März 2015 aus der Zona Hermética in Sabadell, in der Provinz Barcelona, Spanien.
  • Zum Zeitpunkt ihres Verschwindens war Caroline del Valle Movilla 14 Jahre alt.
  • Sie war zum Zeitpunkt ihres Verschwindens 1,65 m groß und wog 45 kg.
  • Sie hat rot-braune, lange und glatte Haare. 
  • Caroline hat braune Augen.
  • Als er das letzte Mal gesehen wurde, trug sie eine braune Jacke mit Kapuze, eine schwarze Hose und weiße Nike-Turnschuhe.
  • Caroline wäre heute 22 Jahre alt.
Was ist mit Caroline passiert?
Foto: Google 

Zona Hermética in Sabadell bis heute nicht durchsucht 

Die harte Realität ist, dass das Gebiet bis heute nicht durchsucht wurde, um nach der Leiche zu suchen, weil diese Einheit weder über personelle noch über technische Ressourcen verfügt. Die Anwältin der Familie Movilla sagte, dass die Strafverfolgungsbehörden nicht auf ein Tötungsdelikt schließen können und sie dann die Suche nach der Leiche einfach nicht fortsetzen. Die Anwältin ergänzte, dass meine Mandanten und ich, vor der Passivität der Mossos und des Richters stehen. Die Anwältin von Carolines Eltern steht der Arbeit der Ermittler sehr kritisch gegenüber, denn es wurde nicht wirklich viel gemacht. Sie sagte, dass die Strafverfolgungsbehörden mit den Finger auf eine Person zeigen, aber nichts gegen diesen Verdächtigen in der Hand haben. Die Anwältin und Carolines Eltern fordern die Behörden auf, nun endlich die Zona Hermética in Sabadell nach der Leiche von Caroline zu durchsuchen.

Schwierige Ermittlungen 

Die Polizei traf auf eine dicke Mauer des Schweigens. 
Das von Anfang an in Frage gestellte Polizeiverfahren und die Widersprüche von Carols Freunden erschwerten die Ermittlungen. Eine Untersuchung, die sich auf acht Jahre summiert hat und zu keinem Ergebnis geführt hat. 
Eine Mauer des Schweigens, dick und hart wie Zement, scheint undurchdringbar zu sein. Doch die Ermittler sind zuversichtlich, dass die Mauer irgendwann brechen wird.
Ein gemeinsames Geheimnis von so vielen Leuten wird am Ende immer offengelegt und die erste Person, die ihr Schweigen bricht, profitiert davon.

Die Ermittler glauben, dass es Menschen gibt, die mehr wissen, als sie sagen, sich aber noch nicht dazu entschließen können, endlich auszusagen, entweder aus Angst oder weil sie jemanden decken.
Bis heute wurde niemand wegen des Verschwindens von Caroline del Valle Movilla festgenommen oder angeklagt.

Die Nachwirkungen 

Die Eltern von Caroline kämpfen weiterhin für eine Aufklärung des Falls. Sie leben seit acht Jahren in Ungewissheit, was tatsächlich mit Caroline passiert ist und wer für ihr Verschwinden verantwortlich ist.

Isabel Movilla mit der kleinen Caroline. Und Isabel Movilla mit dem Suchaufruf nach Caroline.
Foto: Google 

Aktuelle Einstufung des Falls 

Das Verschwinden von Caroline wurde als Entführung außerhalb der Familie eingestuft. Zudem wurden die Ermittlungen als Mordermittlungen durchgeführt. Die spanischen Strafverfolgungsbehörden sind davon überzeugt,  dass Caroline del Valle Movilla Opfer eines Gewaltverbrechens geworden ist. Der Fall wird mittlerweile als Missing Cold Case bezeichnet. Aktuell wird nicht aktiv in dem Fall ermittelt. 

Der Fall wurde wegen fehlender Beweise gerichtlich eingestellt und an die Mordkommission übergeben.



Fragen der Ermittler:
  1. Wer hat Caroline del Valle Movilla am Morgen des 15. März 2015 gegen 5.45 Uhr allein oder in Begleitung in der Zona Hermética in Sabadell gesehen?
  2. Wer hat Caroline del Valle Movilla am 15. März 2015 nach 5.45 Uhr noch einmal in Sabadell gesehen?
  3. Wer weiß, was mit Caroline del Valle Movilla passiert ist?
  4. Wer kennt die genauen Umstände und Hintergründe ihres Verschwindens?
  5. Wer weiß, wer für das Verschwinden von Caroline del Valle Movilla verantwortlich ist?
  6. Wer kennt ihren derzeitigen Aufenthaltsort?
  7. Wer hat andere Beobachtungen gemacht, die mit dem Verschwinden von Caroline del Valle Movilla in Zusammenhang stehen könnten?
  8. Wer kann etwas zu der Identität der jungen Männer nordafrikanischer Herkunft in dem roten Auto mit französischem Nummernschild machen? Sie werden als Zeugen gesucht.
  9. Wer hat sonstige Informationen zu diesem Fall?

Hinweise nehmen die Beamten der Mossos d'Esquadra Barcelona
C/ de Bolívia, 30- 32
08018 Barcelona, Spanien
unter der Rufnummer +34 934 86 84 35 entgegen.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

ÖSTERREICH/INNSBRUCK: Tötungsdelikt z. N. von Daniela Kammerer (2005)

COLD CASE DER WOCHE: Vermisst Marcia Anne Ryan (1996)

JOHN UND JANE DOE DES MONATS: Tötungsdelikt z. N. von Lee County Jane Doe (1995)

ÖSTERREICH/GELÖST: Tötungsdelikt z. N. von Raven Vollrath (2005)

COLD CASE DER WOCHE: Vermisst Nathaniel Edison Williams (2004)