NEUSEELAND: Vermisst Richard Hinkley (2015)

Das Verschwinden von Richard Hinkley

Was ist mit Richard Hinkley passiert?

Im heutigen Beitrag geht es erneut um einen Kriminalfall, der sich in der Weihnachtszeit ereignet hat. Dieser neuseeländische Missing Cold Case stammt aus dem Jahr 2015 und ereignete sich auf der Südinsel von Neuseeland, in Christchurch, in der Region Canterbury, Neuseeland. Der Fall ist weiterhin ungelöst.

Das Verschwinden von Richard Hinkley ist seit Weihnachten 2015 ungeklärt.
Was ist Richard Hinkley zugestoßen?
Foto: Polizei

Der Fall Richard Hinkley

Richard Hinkley wurde am 25. August 1966 geboren. Er wuchs als Einzelkind auf. Richard lebte bei seinen Eltern, bis sie sich trennten. Zu dem Zeitpunkt war Richard Hinkley 17 Jahre alt. mit 17 trennten. Sein Vater, der am Post-Polio-Syndrom litt, verließ Neuseeland und
zog schließlich nach Australien. [Anm. Das Postpolio-Syndrom ist eine durch Muskelschwäche und chronische Ermüdung gekennzeichnete Erkrankung, die sich erst Jahre oder Jahrzehnte nach einer Polioinfektion entwickelt hat.]

Leben wie ein Einsiedler

Richard Hinkley lebte ein bisschen wie ein Einsiedler. Trotzdem genoss er die Gesellschaft anderer Menschen und es war ihm sogar gelungen, ein paar Freundschaften zu schließen. Seine Markenzeichen waren der rasierte Kopf und seine Kopfbedeckungen. Er trug fast immer eine Mütze oder einen Hut. Er hatte zuvor einige Jahre in Australien gearbeitet und dann als Taxifahrer und auf dem Bau in Neuseeland gearbeitet.

Körperliche Auseinandersetzungen mit Kollegen

Es wird davon ausgegangen, dass seine Freunde ihn regelmäßig in seiner Wohnung besuchten. Sie rauchten Cannabis und spielten oder hörten Musik. Richard Hinkley machte seinen Freunden gerne Smoothies. Leider brachen die meisten freundschaftlichen Beziehungen zusammen, teilweise aufgrund einiger körperlicher Auseinandersetzungen mit seinen Kollegen. Er war teilweise ein bisschen zu temperamentvoll und konnte sich manchmal nicht richtig kontrollieren, man wird wohl in seinem Fall von einer Impulsstörung sprechen. 

Richard lebte teilweise wie ein Einsiedler, jedoch hatte er auch Freunde. Doch diese Freundschaften zerstörte er oft durch körperliche Auseinandersetzungen. Er konnte sich nur schlecht kontrollieren.
Foto: Google

Psyche veränderte sich zunehmend

Irgendwann vor dem Jahr 2011 veränderte seine Psyche sich zunehmend. Er war paranoid und hatte irgendwann Möbel, vor sein Garagentor geschoben und somit das Garagentor blockiert. Er sagte einem Verwandten, dass er dies gemacht habe, um Zeit zu gewinnen, falls jemand versuchen würde, widerrechtlich in sein Haus einzudringen.

Richard Hinkley hatte viele Facetten

Richard Hinkley hatte eigentlich viel zu bieten. Er war ein tiefgründiger Denker, aber er hatte auch einen großartigen Sinn für Humor. Man konnte mit ihm viel Spaß haben. Man konnte in seiner Gesellschaft Witze machen. Richard war sehr von der japanischen Kultur und dem Lebensstil begeistert. Er ist richtig in die japanische Kultur eingetaucht. Er lernte Japanisch zu sprechen und irgendwann mietete er ein großes Haus, das er mit japanischen Studenten füllte, die ihm dann halfen Japanisch zu lernen. Er half den Studenten dann mit Englisch. Es war ein freundliches Miteinander, ein Geben und Nehmen.

Tod der Mutter im Jahr 2011

Richard Hinkleys Leben nahm im Jahr 2011 erneut eine negative Wende, als seine Mutter an einem Gesundheitsproblem starb, an dem sie viele Jahre gelitten hatte. Der Tod der Mutter, zusammen mit den Erdbeben, die es zu dieser Zeit in Christchurch und der Region Canterbury gab, hat ihn depressiv gemacht und seine psychischen Probleme wurden immer größer.

Große Trauer

Eigentlich war Richard Hinkley ein Mann, der es liebte zu lernen, und er hatte Hoffnungen und Träume, aber das Jahr 2011 war schwierig für ihn. Er hatte keine Geschwister, mit denen er diese Trauer teilen konnte, und sein Vater lebte in Australien und kämpfte mit seinen Krankheiten, also war es eine sehr schwere Zeit für Richard und seine Trauer war sehr groß gewesen.

Richard wollte in Christchurch bleiben

Trotz der zahlreichen Nachbeben rund in Christchurch lehnte Richard jede Gelegenheit ab, auf die Nordinsel zu ziehen, um bei seinen Verwandten mütterlicherseits zu leben. Richard war sehr mit Christchurch verbunden. Wegen dieser tiefen Loyalität gegenüber der Stadt, entschied sich Richard immer gegen diese Angebote. Er liebte Christchurch und wollte einfach nur dort sein. Er lebte in einer Zwei-Zimmer-Wohnung in einem Haus in der Madras Street in Christchurch, in der Region Canterbury, Neuseeland. [Anm. Christchurch, offiziell Christchurch City (auch als Garden City bekannt), ist die größte Stadt auf der Südinsel von Neuseeland und gleichzeitig eine eigenständige Gebietskörperschaft in der Region Canterbury. Christchurch hat etwa 342.000 Einwohner.]

Richard lebte in Christchurch, in der Region Canterbury. Christchurch liegt auf der Südinsel von Neuseeland. Richard liebte die Stadt.
Foto: Google

Richard teilte seine Probleme nicht mit den Verwandten

Während sich die Verwandten bewusst waren, dass Richard Hinkley eine schwere Zeit durchgemacht hatte, war es nichts, was er am Telefon mitteilte. Er hat immer so getan, als würde er alles leicht nehmen. Er erzählte seinen Verwandten immer nur all die positiven Dinge. Seine Verwandten hatten den Eindruck, dass er sich nicht wirklich mit irgendwelchen Theorien oder irgendetwas zu viel beschäftigte.

Richard versuchte, seine Probleme alleine zu lösen. Auch seine psychischen Probleme spielte er herunter.
Foto: Polizei

Finanzielle Probleme

Der Tod von Richards Mutter im Jahr 2011 fiel mit dem Beginn seiner finanziellen Probleme zusammen. Er benutzte eine neu erworbene Kreditkarte, um die Beerdigung zu bezahlen, und im folgenden Jahr begann er damit, Bargeld abzuheben.

Hohe Schulden

Bis Dezember 2014 betrug die Kreditkartenschuld etwa 12.000 US-Dollar. Ein Jahr später waren es 29.000 US-Dollar, wobei die Bargeldabhebungen im Mai und Juni ihren Höhepunkt erreichten und in diesem Zeitraum mehr als 5.000 US-Dollar abgehoben wurden.

Richard hatte hohe Schulden und hob immer mehr Geld von der Kreditkarte ab. Was er mit dem Geld gemacht hat, bis heute unklar.
Foto: Google 

Ausgaben für Alkohol, Cannabis und andere Gegenstände

Schließlich hatte er seine Kreditkarte ausgeschöpft, als sie 30.000 Dollar erreichte. Seine Ausgaben entfielen hauptsächlich auf Alkohol, Cannabis und andere Gegenstände. Er benutzte regelmäßig Lebensmittelgeschäfte wie 0800 Hungry und es wurde kein Bargeld in seinem Haus gefunden.  

Wofür er das Geld verwendet hat und wohin es gegangen ist?

Es scheint, dass der 49-jährige Richard Hinkley, der Sozialhilfe bezog, von Lohn zu Lohn lebte und zum Zeitpunkt seines Verschwindens wenig Geld auf seinem Bankkonto hatte. Er hatte keine größeren Vermögenswerte wie ein Auto und lebte einen doch sehr kargen Lebensstil.

Zum letzten Mal lebend gesehen

Die letzte bekannte und bestätigte Sichtung von Richard Hinkley war am 18. Dezember 2015.  Ein Mann von einem Haushaltsdienst hat ihn zu Hause besucht. 

Insolvenzverfahren gewährt

Eine Woche zuvor gewährte ihm der Insolvenz- und Treuhänderdienst ein Verfahren ohne Vermögenswerte, eine Alternative zum Konkurs, wenn jemand bis zu 47.000 US-Dollar Schulden hat.

Besuch in der Kiwibank in Edgeware

Am 12. Dezember 2015 ging er zur Kiwibank in Edgeware, nur einen kurzen Spaziergang von seinem Zuhause entfernt, überprüfte sein Guthaben und richtete eine PIN-Nummer auf seine Bankkarte ein. Später ging er zum Zahnarzt, um Pläne zu machen, seine Zähne reparieren zu lassen.

Richard wurde noch am 25. Dezember 2015 in der Kiwibank in Edgeware gesehen. Danach verliert sich seine Spur.
Foto: Polizei

Verwandte wussten nichts von den Schulden

Seine Verwandten können nun erkennen, wie und warum sich Richard verschuldet hat. Aber alle Verwandten sagen, dass dies nicht der Richard ist, denn sie kennen. Richard konnte eigentlich immer sehr gut mit seinem Geld umgehen und war ein großer Sparer. Die Verwandten glauben, dass er sich zu diesem Zeitpunkt nur verschuldet hat, weil er psychische Probleme hatte und doch mit allem allein gelassen wurde. 

Verwandte halfen Richard nicht mit den Kosten der Beerdigung

Auch die Verwandten haben Richard nicht finanziell geholfen, als seine Mutter starb. Er bekam Sozialhilfe und er hatte keine Geschwister, die sich an den Kosten beteiligten. Er war allein, seine Mutter musste beerdigt werden und er war alleine dafür zuständig. Und eine Beerdigung ist teuer. Ich verstehe eigentlich nicht, warum nicht mal einer nachgefragt, wie er mehrere tausend Dollar alleine mit Sozialhilfe bezahlen will. 

Bei der Polizei als vermisst gemeldet

Dion Lawrence war der Nachbar von Richard Hinkley und er bemerkte, dass er Richard schon seit Dezember 2015 nicht mehr gesehen hat.
Am 10. Februar 2016 meldete ihn sein Nachbar Dion Lawrence bei Housing New Zealand als vermisst. Mittlerweile machte er sich große Sorgen um ihn. Housing New Zealand meldete das Verschwinden von Richard Hinkley noch am selben Tag der Polizei. 

Die Polizei nahm Arbeit auf

Nachdem Richard Hinkley am 10. Februar 2016 offiziell als vermisst gemeldet wurde, nahm die Polizei umgehend die Arbeit auf. Zuerst fuhr die Polizei zur Wohnung von Richard, um nach dem Rechten zu sehen. Sie ließen die Tür von der Hausverwaltung öffnen. Als die Polizei Richard Hinkleys Zwei-Zimmer-Wohnung in der Madras Street am Rande des Stadtzentrums von Christchurch betrat, fand sie nur wenige Hinweise auf sein Verschwinden. Richard Hinkley, der seinen Verwandten wegen seiner Manieren als Mr. Bean bekannt war, hatte alle seine Klamotten ordentlich in seinen Kleiderschrank gehängt. 

Richard Hinkley lebte in der Madras Street in Christchurch.
Foto: Google Maps

Das ist das Wohnhaus in der Madras Street am Rande des Stadtzentrums von Christchurch, in dem Richard Hinkley bis zu seinem Verschwinden im Dezember 2015 gelebt hat.
Foto: Google

Polizei fand Wohnung sauber und ordentlich vor

Der vermisste 49-Jährige hatte ein Paar Sandalen fein säuberlich in der Mitte seines Wohnzimmers abgelegt, ein Paar Sandalen stand neben der Schiebetür.
Es war einfach sauber und ordentlich. Ein Ermittler sagte, es war einfach so, als wäre jemand aufgestanden und spurlos verschwunden. Eine Sache, erschien dem Ermittler später seltsam. Richard Hinkley hatte nämlich sein Bett ungemacht zurückgelassen. Die Decken waren nur an einer Seite hochgezogen und entsprachen nicht der Sauberkeit und Ordnung der restlichen Wohnung. 

Richard Hinkley war ein richtiger Japan-Fan und konnte auch die Sprache sprechen.
Foto: Google

Ungemachtes Bett passte nicht zum Rest der Wohnung

Seine Küche war sauber und ordentlich und über seiner Uhr hing eine Sammlung von mehr als einem Dutzend Dosen Sapporo, der ältesten Biermarke Japans. Seine Faszination für die japanische Kultur erstreckte sich auf das Wohnzimmer mit japanischen Schriften überall auf seiner Tapete sowie Laternen, Postern der japanischen Popkultur und einer großen Karte von Japan. Es war einfach sauber und ordentlich. Ein Ermittler sagte, es war einfach so, als wäre jemand aufgestanden und spurlos verschwunden. Eine Sache, erschien dem Ermittler später seltsam. Richard Hinkley hatte nämlich sein Bett ungemacht zurückgelassen. Die Decken waren nur an einer Seite hochgezogen und entsprachen nicht der Sauberkeit und Ordnung der restlichen Wohnung.

Diese Collage von Japan war in der Wohnung von Richard aufgestellt.
Foto: Polizei

Die Wohnung von Richard Hinkley. Alles war an seinem Platz und die Wohnung wurde ordentlich zurückgelassen.
Foto: Polizei 

Noch ein Bild von der Wohnung von Richard Hinkley, wie die Polizei die Wohnung vorfand.
Foto: Polizei

Rekonstruktion der letzten Tage

Die Polizei ermittelte im Umfeld des Vermissten, schaute sich den Stromverbrauch an und schaute sich die Post an, um genau den Zeitpunkt zu rekonstruieren, ab wann genau Richard Hinkley verschwunden ist. Es stellte sich schnell heraus, dass Richard Hinkley noch am Morgen des 25. Dezember 2015 mit seinem Onkel telefoniert hatte. Es war ungefähr 7.30 Uhr und Richard war etwas kurz angebunden. Die beiden Männer unterhielten sich ungefähr 10 Minuten lang, und sein Onkel sagte, er würde ihn später am Morgen noch einmal anrufen, wenn er etwas wacher wäre. 

Stromverbrauch gab Ermittlern wichtige Hinweise

Der Stromverbrauch seiner Wohnung in der Madras Street zeigte, dass er sich bis 9.00 Uhr morgens im Haus bewegte. Der Stromverbrauch ging dann runter und seine Geräte liefen auf Standby. Es scheint, dass er das Haus gegen 9.00 Uhr verlassen hat.

Verschwinden jährt sich zum siebten Mal

Fast auf den Tag genau jährt sich das Verschwinden von Richard Hinkley zum siebten Mal. Sieben Jahre später bleibt Hinkleys Verschwinden ein Rätsel, und die Polizei bittet erneut um Informationen, um ihn im Rahmen erneuter Ermittlungen zu finden, die als "Operation Madras" bezeichnet werden. 

Das Verschwinden von Richard Hinkley jährt sich an Weihnachten zum siebten Mal. Mittlerweile werden die Ermittlungen zum Verschwinden von Richard als "Operation Madras" bezeichnet.
Foto: Polizei

Die Theorien

Es gibt mehrere Szenarien, die passiert sein könnten. Ich werde nun kurz auf die Theorien eingehen. 

1. Theorie "Freiwilliges Verschwinden"

Ist Richard freiwillig verschwunden?

Richard Hinkley könnte natürlich freiwillig verschwunden sein. Vielleicht ist ihm alles zu viel mit den Schulden und der Insolvenz geworden und er ist einfach abgetaucht, um irgendwo ein neues Leben zu beginnen. 

Die neuseeländischen Strafverfolgungsbehörden geben an, dass sie in den letzten sieben Jahren nichts Konkretes gefunden haben, das bei der Lokalisierung von Richard Hinkley geholfen hat.
Bei Vermisstenfällen tauchen die Leute normalerweise nach kurzer Zeit auf. Es ist ungewöhnlich, dass jemand so lange vermisst wird und keine einzige Spur von der Person gefunden wird. 

2. Theorie "Suizid"

Hat Richard Hinkley sich das Leben genommen?

Die Gründe für einen Suizid, sind fast identisch mit der ersten Theorie. Vielleicht hat er sich das Leben genommen, weil er nicht mehr mit der Insolvenz und den Schulden klar gekommen ist. Er fühlte sich möglicherweise allein und alles ist ihm über den Kopf gewachsen. Er schaffte es nicht, mit jemandem darüber zu sprechen. Und nach dem Tod der Mutter hat sich seine Psyche verändert. Er war teilweise depressiv und auch paranoid. Und wenn er sich das Leben genommen hat, wo ist dann seine Leiche? 

3. Theorie "Unfall oder medizinisches Problem"

Hatte Richard Hinkley einen tödlichen Unfall oder ein tödliches medizinisches Problem?  

Natürlich könnte Richard irgendwo tödlich verunglückt sein oder er könnte in Folge eines medizinischen Problems verstorben sein. Es stellt sich dann aber die Frage, wie realistisch es ist? Die Ermittler glauben, wenn er verunglückt wäre oder auf natürliche Weise irgendwo gestorben wäre, dass sie seine Leiche früher oder gefunden hätten.

4. Theorie "Verbrechen"

Wurde Richard Hinkley Opfer eines Verbrechens?

Auch diese Theorie könnte möglich sein. Auch die Ermittlungen konzentrierten sich natürlich auf die Theorie und bis heute wurde diese Möglichkeit nicht ausgeschlossen. Richard Hinkley könnte Opfer eines Verbrechens geworden sein. Die neuseeländischen Strafverfolgungsbehörden möchten nicht offenlegen, wie viele Personen in den letzten sieben Jahren als Personen behandelt wurden, die für ihre Ermittlungen von Interesse waren. Der Nachbar von Richard Hinkley, Dion Lawrence, lebte in einer Wohnung vor Richard.  Er sagte, dass er beschuldigt worden war, Richard ermordet zu haben.

Dion Lawrence sagte, dass Ende des Jahres 2017 plötzlich die Polizei an seine Tür geklopft habe und mit ihm über Richard Hinkleys Verschwinden sprechen wollte. Während seine Wohnung durchsucht wurde, brachten Beamte Dion Lawrence zur zentralen Polizeistation von Christchurch, wo sie ihn verhörten und ihn beschuldigten, seinen ehemaligen Nachbarn ermordet zu haben.

Die Polizei durchsuchte zwei Tage lang seine Wohnung, grub seinen Garten um und nahm Gegenstände für forensische Untersuchungen mit. Er sagte, dass er keine Ahnung habe, was mit Richard passiert ist, er hätte das Land problemlos verlassen können. Die Polizei glaubte tatsächlich, dass er sich mit ihm gestritten hätte, aber das war laut ihm wirklich nicht der Fall. Wahrscheinlich sind andere Leute für sein Verschwinden verantwortlich und er kann es wirklich nicht verstehen, warum sie nicht auch gegen sie ermitteln. Dion Lawrence erzählte, dass Richard Hinkley ein freundlicher Typ sei, der ein bisschen anders war und beide sich verstanden hätten. Er habe kein Motiv und er habe sich wirklich Sorgen um ihn gemacht. Er versteht auch nicht, warum seine Verwandten ihn nicht als vermisst gemeldet haben, schließlich hatten sie Kontakt zu ihm. 

Fazit:

Ich persönlich kann mir schon vorstellen, dass Richard unter dem Druck der Schulden und der Insolvenz zusammengebrochen ist und eine Kurzschluss-Handlung begangen hat. Er könnte sich tatsächlich umgebracht haben, denn er hatte ja psychische Probleme und zuletzt haben sich die Probleme auch verschlechtert. Der Tod der Mutter war verständlicherweise sehr schlimm für ihn. Ich finde es nur sehr schade, dass seine Verwandten ihn mit den Kosten der Beerdigung allein gelassen haben. Sie wussten, dass er von der Sozialhilfe lebt und keine Rücklagen hatte. Ich möchte nicht damit sagen, dass sie dafür aufkommen müssen, aber eine finanzielle Unterstützung oder einen Kredit, den er bei einem Verwandten in kleinen Raten tilgen kann, ist viel besser als bei einer Bank. Vor allem kann er eigentlich mit dem Einkommen der Sozialhilfe keinen Kredit von 30.000 US-Dollar tilgen. Vielleicht hätte er sich dann auch nicht mit allen allein gefühlt. Wenn er sich tatsächlich umgebracht hat, wo ist dann seine Leiche oder das, was davon heute noch übrig ist? Ich glaube, dass man irgendwann auf seine sterblichen Überreste gestoßen wäre. Das gilt genauso für einen tödlichen Unfall oder für den plötzlichen Tod durch ein medizinisches Problem.

Es gibt auch die Möglichkeit, dass er irgendwo ein neues Leben angefangen hat, aus den gleichen Gründen, die ich eben schon erwähnt habe. Aber wie realistisch ist das? Richard war Christchurch sehr verbunden und wollte auf keinen Fall aus der Stadt weg. Auch braucht man, um irgendwo ein neues Leben zu beginnen, am Anfang ein Startkapital. Das hatte er nicht und er hat sich auch nicht den Rest von seinem Konto auszahlen lassen. Ich bin sehr skeptisch und kann mir nicht vorstellen, dass er ein neues Leben begonnen hat. Das spricht zudem gegen den Charakter und die Gewohnheiten von Richard.

Ich halte es für möglich, dass Richard Opfer eines Verbrechen wurde, aber Beweise gibt es leider nicht für diese Möglichkeit. Die Ermittler tendieren nach sieben Jahren eher zu einem Verbrechen als zu einer anderen Möglichkeit. Deshalb kann und werde ich diese Möglichkeit nicht ausschließen.

Beschreibung von Richard Hinkley
  • Richard Hinkley wurde am 25. August 1966 geboren.
  • Er gilt seit dem 25. Dezember 2015 als vermisst.
  • Zuletzt hielt er sich in Christchurch, in der Region Canterbury, Neuseeland, auf.
  • Richard wurde zuletzt bei Kiwibank in Edgeware, Christchurch, gesehen. Seitdem wurde er weder gehört noch gesehen.
  • Zum Zeitpunkt seines Verschwindens war er 49 Jahre alt.
  • Er ist von kaukasischer Abstammung.
  • Er ist zwischen 1,84 m und 1,93 m groß.
  • Richard hat einen kräftigen Körperbau und trägt einen rasierten Schädel.
  • Er trägt oft eine Mütze oder einen Hut.
  • Richard Hinkley wurde zuletzt in einer dunklen Hose, einem schwarzen T-Shirt mit einem großen weißen Muster auf der Vorderseite und einer blauen Schirmmütze mit einem dunkelblauen Logo auf der Vorderseite gesehen.

Die Nachwirkungen

Richards Vater Bill verstarb im Juni 2021 an den Folgen seiner Erkrankung. Leider hat er vor seinem Tod nicht mehr erfahren, was mit Richard passiert ist. 

Aktuelle Einstufung des Falls

Richard Hinkley wurde als gefährdete vermisste Person eingestuft. Obwohl er offiziell als vermisste Person aufgeführt wird, werden die Ermittlungen, wie eine Mordermittlung, geführt. Obwohl der Fall mittlerweile ein Missing Cold Case ist, wurde die Akte nie geschlossen und die Ermittlungen nie eingestellt. Die Polizei ist weiterhin daran interessiert, das Verschwinden von Richard Hinkley aufzuklären.

Wenn Richard Hinkley noch lebt, wäre er heute 56 Jahre alt.

Belohnung
Die neuseeländischen Strafverfolgungsbehörden haben für Informationen eine Belohnung von 20.000 US-Dollar ausgelobt, die zum Aufenthaltsort von Richard Hinkley führen oder zur Festnahme der Person führt, die für sein Verschwinden verantwortlich ist.

Die Belohnung ist bis zum 31. Januar 2023 aktiv.

Fragen der Ermittler:
  1. Wer hat Richard Hinkley am Morgen des 25. Dezember 2015 gegen 9.00 Uhr, beim Verlassen seines Wohnhauses in der Madras Street in Christchurch, in der Region Canterbury, Neuseeland, gesehen?
  2. Wer hat Richard Hinkley am 25. Dezember 2015 nach 9.00 Uhr gesehen oder gesprochen?
  3. Wer hat Richard Hinkley am Morgen des 25. Dezember 2015 in der Kiwibank in Edgeware gesehen und weiß wohin er danach gehen wollte? 
  4. Wer weiß, wie Richard Hinkley am 25. Dezember 2015 drauf war? War er verändert oder wie wirkte er? War er alleine oder in Begleitung?
  5. Wer hat Richard Hinkley nach dem 25. Dezember 2015 noch einmal gesehen oder gesprochen?
  6. Wer kennt die genauen Umstände und Hintergründe seines Verschwindens?
  7. Wer weiß, was oder wer für das Verschwinden von Richard Hinkley verantwortlich gewesen sein könnte?
  8. Hatte Richard Hinkley Probleme, Ärger oder einen Konflikt mit anderen Personen?
  9. Wer kennt den derzeitigen Aufenthaltsort von Richard Hinkley?
  10. Wer hatte im Dezember 2015 Kontakt zu Richard Hinkley und kann mehr Angaben zu seinen Kontakten oder zu seinen Gewohnheiten machen?
  11. Wer hat am 25. Dezember 2015 oder kurz danach andere Beobachtungen gemacht, die mit dem Verschwinden von Richard Hinkley in Zusammenhang stehen könnten?
  12. Wer hat sonstige Informationen zu dem Fall?

Jeder, der Informationen über Richard Hinkleys Verschwinden hat, wird gebeten, die neuseeländische Polizei unter der Rufnummer 105 anzurufen oder Crimestoppers anonym unter der Rufnummer [Vorwahl Neuseeland]+0800 555 111 zu kontaktieren.

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