FINNLAND: Tötungsdelikt z. N. von Susanne Helene Lindholm (1976)
Der Mord an Susanne Helene Lindholm
Wer tötete Susanne Helene Lindholm?
Ich bleibe für diesen Beitrag noch einmal geographisch in Finnland. Dieser finnische Cold Case stammt aus dem Jahr 1976. Der Mord ereignete sich in der Stadt Helsinki, die auch Hauptstadt von Finnland ist. Der Fall ist ungeklärt.
Arbeit als Flughafenangestellte
Im Jahr 1976 arbeitete Susanne Lindholm an der Gepäckausgabe des Flughafens Helsinki-Vantaa. Sie hatte diese Arbeit angenommen, um ein Studiendarlehen abzubezahlen, da sie bekanntermaßen davon träumte, als Physiotherapeutin zu arbeiten.
Kurs für Flughafenangestellte
Die Flughafengesellschaft ließ seine neuen Flughafenangestellte einige Wochen vor Beginn der eigentlichen Arbeit einen Kurs absolvierten. Dort hatte sich Susanne Lindholm mit einem Mann der den Kurs leitete angefreundet. Er war nur ein paar Jahre älter. Sie sprachen oft Schwedisch miteinander, da Susanne Lindholm aus einer finnisch-schwedischen Familie stammte und der Mann die Sprache fließend sprach. Er hatte auch Susanne Lindholm in den Beruf der Flughafenangestellten eingeführt. Viele Arbeiten wurden damals von Hand erledigt, Computer wurden erst später eingeführt. Das Grundgehalt war nicht besonders hoch, aber die Angestellten lebten vor allem von Extras und wie Geld aus Überstunden. Susanne Lindholm wollte aber nur eine kurze befristete Zeit, am Flughafen arbeiteten, da sie dann wieder weiter studieren wollte. Mit dem Mann verstand sie sich auch nach dem Kurs weiterhin sehr gut. Manchmal arbeiteten sie auch in derselben Schicht.
Im Hotel Hesperia hatte Susanne Lindholm für ein paar Minuten, das Hotelzimmer des Norwegers besucht und dann in der Hotelbar einen Whisky genossen. Um drei Uhr nachts hatte Susanne Lindholm über Müdigkeit und ihren bevorstehenden Arbeitstag geklagt. Sie lehnte das Begleitangebot des Mannes ab, jedoch tauschte sie noch mit ihm die Telefonnummern aus und vereinbarte für den nächsten ein Treffen für den nächsten Tag.
Der Heimweg
Zwei junge Studenten hatten Susanne Lindholm zwischen 3.00 und 3.15 Uhr vor dem Hotel Hesperia stehen und warten sehen. Laut den späteren polizeilichen Ermittlungen lehnte sie alle Mitfahrgelegenheiten ab und ging die Mannerheimintie entlang und bog dann in die nahegelegene Straße "Helsinginkatu" ab . Das sind sie letzten bestätigten Sichtungen von der 25-Susanne Lindholm. Die letzte direkte Buslinie nach Hause in das Stadtviertel Käpylä in Helsinki war gegen 1.20 Uhr abgefahren. Wie ich schon erwähnt habe, hatte ihre Schwester Camilla den letzten Bus genommen. Es wären aber auch anderen Linien gekommen, einer wäre gegen 2.45 Uhr in die Nähe abgefahren. Diesen Bus hatte Susanne, aber auch schon verpasst. Sie hatte kein Taxigeld bei sich. Es hat sich niemand bei den Ermittlern gemeldet, der Susanne mitgenommen hatte. Es ist unklar, wie genau sie nach Hause gekommen ist. Ihr Wohnhaus im Sofianlehdonkatu 9 B in Käpylä ist 19 km vom Hotel
Hesperia entfernt.
Hilfeschrei wahrgenommen
Eine Frau, die ebenfalls im gleichen Haus wie die Familie Lindholm wohnte, sagte später bei der Polizei aus, dass sie sei am Sonntagmorgen, dem 8. August 1976 gegen 4 Uhr morgens aufgewacht war. Sie betonte, dass sie den entfernten Schrei einer Frau und das Wort "Hilfe" gehört habe. Sie reagierte jedoch in keiner Weise auf die Geräusche, sondern setzte ihren Schlaf fort. Der Hausmeister, der direkt über der Haustür und der Kellertreppe wohnte, hatte nichts gehört. Der Hausverwalter, der über dem Keller wohnte, war in der Nacht des Mordes unterwegs. Er konnte auch keine Angaben machen.
Susanne Lindholm war mit ihrer Arbeitskleidung der Flughafengesellschaft, einem Finnair-Hemd,
dass aus seiner Tasche genommen wurde, sehr brutal vergewaltigt und ermordet worden. Sie wurde erdrosselt.
Nach Angaben der Kriminalpolizei handelte es sich um ein Sexualdelikt und das Opfer war auf unmenschliche Weise erdrosselt worden. Bis zum Tod von Susanne hatte es im Keller einen erbitterten Kampf um Leben und Tod gegeben. Die Kleidung war verheddert, ein Skistock und eine Kinderschaufel wurden auf die Leiche gelegt. Andererseits äußerte Susannes Vater Torsten Lindholm,
ein pensionierter Sportjournalist, in einem Interview mit einer Zeitung im Jahr 1976, etwas ganz anderes. Laut seiner Aussage zufolge war Susanne ordentlich in ihre Arbeitsjacke, die grüne Jacke von Finnair, gekleidet.
Die Ermittlungen
Der Vorfall wurde sofort mit Hilfe von Experten untersucht. Zum Beispiel fuhr das Auto der Kriminalpolizei von Helsinki von der Ausrüstungsausstellung der Feierlichkeiten zum 150-jährigen Bestehen der Polizeibehörde umgehend los. Alle Ermittler verließen die Veranstaltung und begannen sofort mit der Arbeit.
Lindholms Markenzeichen und später das Foto wurden bald der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Polizei beschäftigte sich damit, wie und zu welcher Zeit das Opfer den Keller seines Hauses betreten hatte. Es wurden insbesondere Fragen darüber aufgeworfen, wie Susanne Lindholm ohne Geld nach Hause gekommen war, da ihre Strecke ziemlich lang war. Die Polizei fragte sich, ob der 25-jährige Susanne Lindholm von ihrem Mörder die Heimfahrt mit einem Fahrzeug angeboten bekommen hatte oder ob sie dem Mörder erst an der Haustür begegnet war. Die Polizei geht davon aus, dass das Opfer innerhalb einer Stunde nach Verlassen des Hotels getötet wurde.
Die Autopsie
Der Rechtsmediziner stellte fest, dass der Tod durch Strangulation bwz. Erdrosselung herbeigeführt wurde. Der Rechtsmediziner hatte den Todeszeitpunkt auf 3.00 bis 4.00 Uhr festgelegt.
Laut dem Gutachten der Rechtsmedizin hatte Susanne Lindholm sich massiv gegen ihren Angreifer zur Wehr gesetzt. Es wurde vermutet, dass Susanne dem Täter möglicherweise das Gesicht zerkratzt hatte, da unter ihren Fingernägeln Hauptartikel gefunden wurde. Laut dem Gutachten zufolge wurde Susanne Lindholm sehr brutal vergewaltigt und ermordet. Der Rechtsmediziner bezeichnete das Verbrechen als äußerst brutal und unmenschlich.
Jeder Hinweis wurde überprüft
Die Polizei prüfte selbst kleinste Hinweise. Die Leute, die Susanne Lindholm im Nachtclub getroffen hatten, wurden überprüft und sogar die Angehörigen wurden sehr sorgfältig befragt. Die Polizei appellierte auch an Taxis und andere potenzielle Mitfahrgelegenheiten. Die genaue Strecke, die Susanne Lindholm nahm, um nach Hause zu kommen, blieb jedoch bis heute unklar, und es ist auch nicht bekannt, wie genau sie nach Hause kam.
Jeder soll sich natürlich selbst eine Meinung bilden, aber für mich persönlich halte ich die dritte Theorie und die vierte Theorie für am plausibelsten. Auch die Ermittler tendieren einerseits zur Einzeltäter-Theorie, dann sind sie sich wieder sicher, dass ein Serienmörder die Verbrechen begangen hat.
Ich kann mir vorstellen, dass Susanne Lindholm von einem Einzeltäter ermordet wurde und die anderen beiden anderen Mordfälle nichts mit Susanne Lindholms Mord zu tun haben, aber ich kann mir auch sehr gut vorstellen, dass alle drei Mordfälle von einem Serienmörder begangen wurden, da es gewisse Parallelen und Überschneidungen gab. Jeder soll sich aber selbst sein Urteil bilden.
Die Nachwirkungen
Der Fall bleibt ungelöst. Neue Ermittlungen, die im Jahr 2004 eingeleitet wurden, führten zur Festnahme, aber es gab keine ausreichenden Beweise für die Schuld des Verdächtigen. Ein TV-Bericht von "Ilta-Sanomat" im Jahr 2014 erbrachte ein paar neue Hinweise und einen weiteren Verdächtigen. Die Hintergründe beider Verdächtigen waren jedoch zuvor überprüft worden, und beide wurden als Täter ausgeschlossen.
Wer tötete Susanne Helene Lindholm?
Ich bleibe für diesen Beitrag noch einmal geographisch in Finnland. Dieser finnische Cold Case stammt aus dem Jahr 1976. Der Mord ereignete sich in der Stadt Helsinki, die auch Hauptstadt von Finnland ist. Der Fall ist ungeklärt.
| Der Mord an Susanne Helene Lindholm ist seit 1976 ungeklärt. Wer tötete Susanne Lindholm? Foto: Google |
Der Fall Susanne Helene Lindholm
Susanne Helene Lindholm wurde am 9. Dezember 1950 geboren. Sie lebte Susanne Lindholm lebte seit 1960 mit ihren Eltern und Geschwistern in Helsinki-Käpylä in der Sofianlehdonkatu 9 B. Käpylä ist ein Stadtteil der finnischen Hauptstadt Helsinki. Der 8099 Einwohner zählende Stadtteil gehört administrativ zum Bezirk Vanhakaupunki. Käpylä wurde 1906 in die Stadt Helsinki eingemeindet.
Susanne Helene Lindholm wurde am 9. Dezember 1950 geboren. Sie lebte Susanne Lindholm lebte seit 1960 mit ihren Eltern und Geschwistern in Helsinki-Käpylä in der Sofianlehdonkatu 9 B. Käpylä ist ein Stadtteil der finnischen Hauptstadt Helsinki. Der 8099 Einwohner zählende Stadtteil gehört administrativ zum Bezirk Vanhakaupunki. Käpylä wurde 1906 in die Stadt Helsinki eingemeindet.
| Die Familie Lindholm lebte in Helsinki-Käpylä. Susanne Lindholm arbeitete am Flughafen Helsinki-Vantaa. Foto: mapcarta.com |
| Das Wohnhaus der Familie Lindholm in der Sofianlehdonkatu 9 B in Helsinki-Käpylä. Foto: Google |
Arbeit als Flughafenangestellte
Im Jahr 1976 arbeitete Susanne Lindholm an der Gepäckausgabe des Flughafens Helsinki-Vantaa. Sie hatte diese Arbeit angenommen, um ein Studiendarlehen abzubezahlen, da sie bekanntermaßen davon träumte, als Physiotherapeutin zu arbeiten.
Kurs für Flughafenangestellte
Die Flughafengesellschaft ließ seine neuen Flughafenangestellte einige Wochen vor Beginn der eigentlichen Arbeit einen Kurs absolvierten. Dort hatte sich Susanne Lindholm mit einem Mann der den Kurs leitete angefreundet. Er war nur ein paar Jahre älter. Sie sprachen oft Schwedisch miteinander, da Susanne Lindholm aus einer finnisch-schwedischen Familie stammte und der Mann die Sprache fließend sprach. Er hatte auch Susanne Lindholm in den Beruf der Flughafenangestellten eingeführt. Viele Arbeiten wurden damals von Hand erledigt, Computer wurden erst später eingeführt. Das Grundgehalt war nicht besonders hoch, aber die Angestellten lebten vor allem von Extras und wie Geld aus Überstunden. Susanne Lindholm wollte aber nur eine kurze befristete Zeit, am Flughafen arbeiteten, da sie dann wieder weiter studieren wollte. Mit dem Mann verstand sie sich auch nach dem Kurs weiterhin sehr gut. Manchmal arbeiteten sie auch in derselben Schicht.
Verabredung mit Schwester Camilla
Auch am Samstag, dem 7. August 1976 arbeiteten Susanne und der Mann wieder zusammen. Susanne Lindholm wollte abends mit ihren Freunden und ihrer Schwester in der Innenstadt von Helsinki feiern gehen. Am Abend brauchten die Passagiere den Service nicht mehr und Susanne hatte Zeit sich mit ihrem Arbeitskollegen zu unterhalten. Susanne fragte sich, wie sie eigentlich nach der Arbeit vom Flughafen Helsinki-Vantaa zum Helsinki Hotel Haaga in Haaga kommen sollte. (Anm. Haaga ist der 29. Bezirk von Helsinki. Der 29. Bezirk Haaga befindet sich im Westen von Helsinki, der auch einen eigenen Basisbezirk bildet. Haaga ist weiter in vier Divisionen unterteilt, Etelä-Haaga, Kivihaka, Pohjois-Haaga, Lassila.
Auch am Samstag, dem 7. August 1976 arbeiteten Susanne und der Mann wieder zusammen. Susanne Lindholm wollte abends mit ihren Freunden und ihrer Schwester in der Innenstadt von Helsinki feiern gehen. Am Abend brauchten die Passagiere den Service nicht mehr und Susanne hatte Zeit sich mit ihrem Arbeitskollegen zu unterhalten. Susanne fragte sich, wie sie eigentlich nach der Arbeit vom Flughafen Helsinki-Vantaa zum Helsinki Hotel Haaga in Haaga kommen sollte. (Anm. Haaga ist der 29. Bezirk von Helsinki. Der 29. Bezirk Haaga befindet sich im Westen von Helsinki, der auch einen eigenen Basisbezirk bildet. Haaga ist weiter in vier Divisionen unterteilt, Etelä-Haaga, Kivihaka, Pohjois-Haaga, Lassila.
Die Region hat insgesamt rund 26.000 Einwohner und 10.200 Arbeitsplätze.) Ihr Arbeitskollege und Freund sagte, dass er sie nach ihrer gemeinsamen Schicht dorthin fahren könnte, da er selbst ganz in der Nähe, in Kannelmäki, wohnte.
Mitfahrgelegenheit nach Schichtende
Die 25-jährige Susanne Lindholm und ihr Freund hatten am Samstag dem 7. August 1976 gegen 21.00 Uhr, den Flughafen Helsinki-Vantaa Richtung Helsinki Hotel Haaga in verlassen. Der Freund von Susanna fuhr zu dieser Zeit einen gelben Wartburg.
Die 25-jährige Susanne Lindholm und ihr Freund hatten am Samstag dem 7. August 1976 gegen 21.00 Uhr, den Flughafen Helsinki-Vantaa Richtung Helsinki Hotel Haaga in verlassen. Der Freund von Susanna fuhr zu dieser Zeit einen gelben Wartburg.
Beim Hotel Haaga abgesetzt
Der Freund hatte Susanna neben dem Hotel auf der Straße gelassen. Noch bevor sie Zeit hatte, das Hotel zu betreten, setzte der Freund seine Heimreise seinem gelben Wartburg nach Kannelmäki fort. Kannelmäki ist ein Stadtviertel von Helsinki.
Der Freund hatte Susanna neben dem Hotel auf der Straße gelassen. Noch bevor sie Zeit hatte, das Hotel zu betreten, setzte der Freund seine Heimreise seinem gelben Wartburg nach Kannelmäki fort. Kannelmäki ist ein Stadtviertel von Helsinki.
| Das Hotel Haaga heute. Dort hat Susanne Lindholm einen Teil des Abend verbracht. Foto: Google |
Susanne begann den Abend mit ihrer Schwester Camilla Lindholm im Hotel Haag nach 22.00 Uhr. Von dort zogen die Frauen kurz in den Helsinki Club im Zentrum von Helsinki.
Dort Susanne lernte einen drei Jahre älteren Mann (geb. 1947) aus Norwegen kennen, der wegen einer Geschäftsreise in Finnland war. Susanne ging mit ihrer norwegischen Bekanntschaft zur Mannerheimintie. Dort stiegen im Hotel Hesperia ab. Die Mannerheimintie
ist Helsinkis Hauptstraße. Gleichzeitig ist sie Teil der Europastraße E12 und eine Verlängerung der Autobahn 3.
Dort Susanne lernte einen drei Jahre älteren Mann (geb. 1947) aus Norwegen kennen, der wegen einer Geschäftsreise in Finnland war. Susanne ging mit ihrer norwegischen Bekanntschaft zur Mannerheimintie. Dort stiegen im Hotel Hesperia ab. Die Mannerheimintie
ist Helsinkis Hauptstraße. Gleichzeitig ist sie Teil der Europastraße E12 und eine Verlängerung der Autobahn 3.
| Das Hotel Hesperia. Dort trank Susanne etwas mit ihrem Begleiter. Um 3.00 Uhr morgens stand sie dann vor dem Hotel und suchte eine Mitfahrgelegenheit. Foto: Wikipedia |
Camilla wollte nicht mit
Susannes Schwester Camilla ging nicht mit, sondern verließ den Club am Rautatientori um 1.20 Uhr. Der Rautatientori ist ein Platz im Herzen von Helsinki, neben dem Hauptbahnhof von Helsinki. Sie nahm den letzten Bus, der gegen 1.30 Uhr abfuhr, nach Hause.
Susannes Schwester Camilla ging nicht mit, sondern verließ den Club am Rautatientori um 1.20 Uhr. Der Rautatientori ist ein Platz im Herzen von Helsinki, neben dem Hauptbahnhof von Helsinki. Sie nahm den letzten Bus, der gegen 1.30 Uhr abfuhr, nach Hause.
Besuch im Hotel Hesperia
Im Hotel Hesperia hatte Susanne Lindholm für ein paar Minuten, das Hotelzimmer des Norwegers besucht und dann in der Hotelbar einen Whisky genossen. Um drei Uhr nachts hatte Susanne Lindholm über Müdigkeit und ihren bevorstehenden Arbeitstag geklagt. Sie lehnte das Begleitangebot des Mannes ab, jedoch tauschte sie noch mit ihm die Telefonnummern aus und vereinbarte für den nächsten ein Treffen für den nächsten Tag.
Der Heimweg
Zwei junge Studenten hatten Susanne Lindholm zwischen 3.00 und 3.15 Uhr vor dem Hotel Hesperia stehen und warten sehen. Laut den späteren polizeilichen Ermittlungen lehnte sie alle Mitfahrgelegenheiten ab und ging die Mannerheimintie entlang und bog dann in die nahegelegene Straße "Helsinginkatu" ab . Das sind sie letzten bestätigten Sichtungen von der 25-Susanne Lindholm. Die letzte direkte Buslinie nach Hause in das Stadtviertel Käpylä in Helsinki war gegen 1.20 Uhr abgefahren. Wie ich schon erwähnt habe, hatte ihre Schwester Camilla den letzten Bus genommen. Es wären aber auch anderen Linien gekommen, einer wäre gegen 2.45 Uhr in die Nähe abgefahren. Diesen Bus hatte Susanne, aber auch schon verpasst. Sie hatte kein Taxigeld bei sich. Es hat sich niemand bei den Ermittlern gemeldet, der Susanne mitgenommen hatte. Es ist unklar, wie genau sie nach Hause gekommen ist. Ihr Wohnhaus im Sofianlehdonkatu 9 B in Käpylä ist 19 km vom Hotel
Hesperia entfernt.
Hilfeschrei wahrgenommen
Eine Frau, die ebenfalls im gleichen Haus wie die Familie Lindholm wohnte, sagte später bei der Polizei aus, dass sie sei am Sonntagmorgen, dem 8. August 1976 gegen 4 Uhr morgens aufgewacht war. Sie betonte, dass sie den entfernten Schrei einer Frau und das Wort "Hilfe" gehört habe. Sie reagierte jedoch in keiner Weise auf die Geräusche, sondern setzte ihren Schlaf fort. Der Hausmeister, der direkt über der Haustür und der Kellertreppe wohnte, hatte nichts gehört. Der Hausverwalter, der über dem Keller wohnte, war in der Nacht des Mordes unterwegs. Er konnte auch keine Angaben machen.
| Eine Frau im Wohnhaus in der Sofianlehdonkatu 9 B in Käpylä hörte gegen 4.00 Uhr Hilfeschreie. Hier direkt an der Haustür muss Susanne vermutlich auf den Mörder getroffen sein. Foto: Google |
Die Entdeckung
Richter Esko Savolainen, der kürzlich in das Haus eingezogen war, fand Susanne Lindholm am folgenden Sonntagnachmittag, dem 8. August 1976, um 13.15 Uhr tot im Keller, als er eine Fahrradpumpe aus dem Keller geholt hatte.
Susanne Lindholms Arbeitstag am Flughafen sollte ungefähr zur gleichen Zeit beginnen. Als die junge Frau mit dem Kopf in einer Blutlache im mittleren Stockwerk lag, eilte Richter Esko Savolainen zum Hausmeister, der sofort die Polizei alarmierte.
Richter Esko Savolainen, der kürzlich in das Haus eingezogen war, fand Susanne Lindholm am folgenden Sonntagnachmittag, dem 8. August 1976, um 13.15 Uhr tot im Keller, als er eine Fahrradpumpe aus dem Keller geholt hatte.
Susanne Lindholms Arbeitstag am Flughafen sollte ungefähr zur gleichen Zeit beginnen. Als die junge Frau mit dem Kopf in einer Blutlache im mittleren Stockwerk lag, eilte Richter Esko Savolainen zum Hausmeister, der sofort die Polizei alarmierte.
| In diesem Fahrradkeller wurde Susanne Lindholm entdeckt. Auf dem Bild ist der Hausmeister des Wohnhauses zu sehen. Foto: Google |
Die Tötung
Susanne Lindholm war mit ihrer Arbeitskleidung der Flughafengesellschaft, einem Finnair-Hemd,
dass aus seiner Tasche genommen wurde, sehr brutal vergewaltigt und ermordet worden. Sie wurde erdrosselt.
Nach Angaben der Kriminalpolizei handelte es sich um ein Sexualdelikt und das Opfer war auf unmenschliche Weise erdrosselt worden. Bis zum Tod von Susanne hatte es im Keller einen erbitterten Kampf um Leben und Tod gegeben. Die Kleidung war verheddert, ein Skistock und eine Kinderschaufel wurden auf die Leiche gelegt. Andererseits äußerte Susannes Vater Torsten Lindholm,
ein pensionierter Sportjournalist, in einem Interview mit einer Zeitung im Jahr 1976, etwas ganz anderes. Laut seiner Aussage zufolge war Susanne ordentlich in ihre Arbeitsjacke, die grüne Jacke von Finnair, gekleidet.
Die Ermittlungen
Der Vorfall wurde sofort mit Hilfe von Experten untersucht. Zum Beispiel fuhr das Auto der Kriminalpolizei von Helsinki von der Ausrüstungsausstellung der Feierlichkeiten zum 150-jährigen Bestehen der Polizeibehörde umgehend los. Alle Ermittler verließen die Veranstaltung und begannen sofort mit der Arbeit.
Lindholms Markenzeichen und später das Foto wurden bald der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Polizei beschäftigte sich damit, wie und zu welcher Zeit das Opfer den Keller seines Hauses betreten hatte. Es wurden insbesondere Fragen darüber aufgeworfen, wie Susanne Lindholm ohne Geld nach Hause gekommen war, da ihre Strecke ziemlich lang war. Die Polizei fragte sich, ob der 25-jährige Susanne Lindholm von ihrem Mörder die Heimfahrt mit einem Fahrzeug angeboten bekommen hatte oder ob sie dem Mörder erst an der Haustür begegnet war. Die Polizei geht davon aus, dass das Opfer innerhalb einer Stunde nach Verlassen des Hotels getötet wurde.
Die Autopsie
Der Rechtsmediziner stellte fest, dass der Tod durch Strangulation bwz. Erdrosselung herbeigeführt wurde. Der Rechtsmediziner hatte den Todeszeitpunkt auf 3.00 bis 4.00 Uhr festgelegt.
Laut dem Gutachten der Rechtsmedizin hatte Susanne Lindholm sich massiv gegen ihren Angreifer zur Wehr gesetzt. Es wurde vermutet, dass Susanne dem Täter möglicherweise das Gesicht zerkratzt hatte, da unter ihren Fingernägeln Hauptartikel gefunden wurde. Laut dem Gutachten zufolge wurde Susanne Lindholm sehr brutal vergewaltigt und ermordet. Der Rechtsmediziner bezeichnete das Verbrechen als äußerst brutal und unmenschlich.
Jeder Hinweis wurde überprüft
Die Polizei prüfte selbst kleinste Hinweise. Die Leute, die Susanne Lindholm im Nachtclub getroffen hatten, wurden überprüft und sogar die Angehörigen wurden sehr sorgfältig befragt. Die Polizei appellierte auch an Taxis und andere potenzielle Mitfahrgelegenheiten. Die genaue Strecke, die Susanne Lindholm nahm, um nach Hause zu kommen, blieb jedoch bis heute unklar, und es ist auch nicht bekannt, wie genau sie nach Hause kam.
Ermittler waren zunächst hoffnungsvoll
Die Polizei war zunächst hoffnungsvoll, da die Ermittlungen schnell voranschritten. Die Zahl der Verdächtigen war gering, und zwei Personen wurden schnell von der Liste der Verdächtigen gestrichen, da sich ihre Alibis bei strengen Verhören und Überprüfungen als haltbar erwiesen. Der erste Verdächtige war ein Mann, der von der Sofianlehdonkatu ein ein Taxi genommen hatte. Er wurde verdächtigt, weil er zur vermuteten tatrelevaten Zeit sich ein Taxi und vom Tatort entfernte. Zudem wirkte er sehr nervös.
Der Norweger, mit dem Sandra Lindholm unterwegs, wurde ebenfalls von der Polizei befragt. Er hatte ein solides Alibi und wurde somit komplett als Täter ausgeschlossen.
Schwieriger wurde die Situation, als monatelang vergangen waren, und die Polizei sich einer raschen Aufklärung immer weiter entfernte. Die Zahl der Verdächtigen stieg auf Dutzende, dann sogar Hunderte.
Verdeckte Observierung
Das Verbrechen erregte erhebliche Aufmerksamkeit, was die Polizei mit Hinweisen überschwemmte. Hunderte von Verhören wurden durchgeführt. Die Polizei interessierte sich besonders für Männer, von denen bekannt war, dass sie Frauen nachstellten, verfolgten und sie entführten, deshalb führte die Polizei eine verdeckte Observierung der Männer vor dem Hotel Hesperia durch. Einige Männer wurden für ein Verhör sogar festgenommen, aber der Täter wurde nicht identifiziert. Irgendwann begannen die Ermittler, nach einem Mann mit zerkratztem Gesicht zu suchen. Wie ich schon erwähnt habe, wurden Hautpartikel und Hautzellen unter den Fingernägeln von Sandra Lindholm gefunden, daher wurde angenommen, dass sie den Mörder vor seinem Tod gekratzt hatte. Mit der Ankündigung wurde die Polizei von Hinweisen auf Menschen mit Narben in Helsinki überwältigt, was nicht den gewünschten Nutzen brachte. Im Gegenteil es behinderte die Ermittlungen. Ein Jahr nach dem Vorfall erhielt die Polizei jede Woche neue Hinweise.
Die Theorien
Bevor ich auf eine der Theorien näher eingehen werde, möchte ich noch erwähnen, dass die Ermittler davon ausgehen, dass Susanne Lindholm mit einem Auto in die Sofianlehdonkatu gelangt ist, da es keine Sichtungen von ihrem Heimweg gab. Diese Vermutung wurde durch die Tatsache gestützt, dass Susanne Lindholm als eine außergewöhnlich schöne Frau beschrieben wurde, die normalerweise immer Aufmerksamkeit erregte. Nach Angaben der Ermittler und Experten konnte Susanne Lindholm nicht unbeaufsichtigt die Straße entlang gegangen sein. Andererseits hatte (Vater) Torsten Lindholm gesagt, dass Susanne nachts oft entlang der Straßenbahnschienen nach Hause gegangen war, gerade um jegliche Aufmerksamkeit zu vermeiden. Laut ihrem Vater war Susanne schon einmal belästigt worden und hatte Angst. Nur wenige Monate vor ihrem Tod hatte Susanne ihrer Schwester Camilla gesagt, dass sie unter keinen Umständen zu jemanden ins Auto einsteigen dürfe.
1. Theorie "Raub"
Wurde Susanne Lindholm Opfer eines Raubüberfalls?
Einmal vermuteten die Ermittler das Susanne Lindholm Opfers eines Raubüberfalls wurde, da dem Opfer zwei goldene Ringe und eine ziehharmonika Geldbörse abgenommen worden waren. Diese Möglichkeit wurde jedoch mit wieder ausgeschlossen.
2. Theorie "bekannter Täter"
Wurde Susanne Lindholm von einer ihr bekannten Person angegriffen und getötet?
Auch diese Möglichkeit haben die Ermittler auch in Betracht gezogen und Susanne Lindholms, Arbeitskollegen, ihre Kommilitonen und ihren gesamten Freundes- und Bekanntenkreis überprüft und mehrmals vernommen. Mittlerweile gehen die Ermittler davon aus, dass Susanne Lindholm ihren Mörder höchstwahrscheinlich nicht kannte.
3. Theorie "Unbekannte Person"
Wurde Susanne Lindholm von einer ihr unbekannten Person angegriffen und getötet?
Das halten die Ermittler zumindest am wahrscheinlichsten.
Das Gebiet rund um die Sofianlehdonkatu 9 war zum Zeitpunkt des Mordes ein ruhiges nun schwach beleuchtetes Gebiet. Es gab auch viele kleine, aber dichte Baum- und Buschbestände in der Gegend, ideal um sich zu verstecken. Nach Angaben der Ermittler gab es zwei Möglichkeiten, wie Susanne Lindholm auf ihren Mörder traf. Entweder könnte ein unbekannter Mann Susanne Lindholm gefolgt sein, um sie an der Unterseite des Hauses zu überraschen oder der Mörder könnte auch der unbekannte Mann sein, der sie mit dem Auto nach Hause gebracht hat und der in ihr ein leichtes Opfer sah.
Die Polizei und Lindholms Eltern glauben beide, dass Susanne gezwungen wurde, in den Fahrradkeller hinter den drei verschlossenen Türen zu gehen.
Es wurde angenommen, dass der Mörder außergewöhnlich mächtig war, da die 160 Zentimeter große Susanne Lindholm trotz ihrer kleinen und zarten Größe eine agile, athletische und kämpferische Frau gewesen sein soll. Stattdessen glaubte der Hausmeister, dass das Treppenhaus und der Keller noch einvernehmlich erreicht worden seien, sonst hätte die Situation auffällige Geräusche gemacht. Früher war Susanne Lindholm leicht reizbar und duldete keine Belästigung. Außerdem wurden die Schlüssel in seiner eigenen Tasche gefunden. Der Keller konnte nur mit den Schlüsseln der Hausbewohner betreten werden. Der Hausmeister hatte in der Nacht zuvor um 21.30 Uhr die Außentüren kontrolliert und festgestellt, dass sie verschlossen waren. Die Außentüren waren Tag und Nacht geschlossen. Die Türen konnten mit Türsummer geöffnet werden. Der Staatsanwalt hielt es für eindeutig, dass der Mörder mit den Schlüsseln von Susanne in das Haus und in den Keller eingedrungen war, da es keinerlei Einbruchsspuren gab.
Einer der Ermittler glaubte, dass der Täter zum Zeitpunkt der Tat relativ jung und in guter Verfassung war. Ein anderer Ermittler hält es auch für möglich, dass der Mörder mittleren Alters war und der Ermittler schätzte auch, dass die Vergewaltigung nicht zwingend geplant sein musste, wohl aber die anschließende Tötung. Die Tötung war offenbar die Art und Weise, wie der Vergewaltiger mit seiner Tat damit umzugehen versuchte. Die Autopsie ergab, dass die Gewalt gegen Susanne Lindholm von besonders brutaler Natur war. Daraus wurde der Schluss gezogen, dass der Killer gestört sein muss. Die Ermittler halten den Täter für eine ungewöhnliche, sexuell problematische und einsame Person, die anderen nichts von seinen Aktivitäten erzählt.
4. Theorie "Serienmörder"
Wurde Susanne Lindholm von einem Serienmörder ermordet?
Der Mord an Susanne Lindhom wurde lange Zeit als Einzelverbrechen untersucht, im Dezember 1980 änderte sich dies aber.
Am 6. Dezember 1980 wurde die 41-jährige Seija Tuulikki Kekkonen im Stadtviertel Kontula, in Helsinki, ermordet aufgefunden.
Die Polizei war zunächst hoffnungsvoll, da die Ermittlungen schnell voranschritten. Die Zahl der Verdächtigen war gering, und zwei Personen wurden schnell von der Liste der Verdächtigen gestrichen, da sich ihre Alibis bei strengen Verhören und Überprüfungen als haltbar erwiesen. Der erste Verdächtige war ein Mann, der von der Sofianlehdonkatu ein ein Taxi genommen hatte. Er wurde verdächtigt, weil er zur vermuteten tatrelevaten Zeit sich ein Taxi und vom Tatort entfernte. Zudem wirkte er sehr nervös.
Der Norweger, mit dem Sandra Lindholm unterwegs, wurde ebenfalls von der Polizei befragt. Er hatte ein solides Alibi und wurde somit komplett als Täter ausgeschlossen.
Schwieriger wurde die Situation, als monatelang vergangen waren, und die Polizei sich einer raschen Aufklärung immer weiter entfernte. Die Zahl der Verdächtigen stieg auf Dutzende, dann sogar Hunderte.
Verdeckte Observierung
Das Verbrechen erregte erhebliche Aufmerksamkeit, was die Polizei mit Hinweisen überschwemmte. Hunderte von Verhören wurden durchgeführt. Die Polizei interessierte sich besonders für Männer, von denen bekannt war, dass sie Frauen nachstellten, verfolgten und sie entführten, deshalb führte die Polizei eine verdeckte Observierung der Männer vor dem Hotel Hesperia durch. Einige Männer wurden für ein Verhör sogar festgenommen, aber der Täter wurde nicht identifiziert. Irgendwann begannen die Ermittler, nach einem Mann mit zerkratztem Gesicht zu suchen. Wie ich schon erwähnt habe, wurden Hautpartikel und Hautzellen unter den Fingernägeln von Sandra Lindholm gefunden, daher wurde angenommen, dass sie den Mörder vor seinem Tod gekratzt hatte. Mit der Ankündigung wurde die Polizei von Hinweisen auf Menschen mit Narben in Helsinki überwältigt, was nicht den gewünschten Nutzen brachte. Im Gegenteil es behinderte die Ermittlungen. Ein Jahr nach dem Vorfall erhielt die Polizei jede Woche neue Hinweise.
Die Theorien
Bevor ich auf eine der Theorien näher eingehen werde, möchte ich noch erwähnen, dass die Ermittler davon ausgehen, dass Susanne Lindholm mit einem Auto in die Sofianlehdonkatu gelangt ist, da es keine Sichtungen von ihrem Heimweg gab. Diese Vermutung wurde durch die Tatsache gestützt, dass Susanne Lindholm als eine außergewöhnlich schöne Frau beschrieben wurde, die normalerweise immer Aufmerksamkeit erregte. Nach Angaben der Ermittler und Experten konnte Susanne Lindholm nicht unbeaufsichtigt die Straße entlang gegangen sein. Andererseits hatte (Vater) Torsten Lindholm gesagt, dass Susanne nachts oft entlang der Straßenbahnschienen nach Hause gegangen war, gerade um jegliche Aufmerksamkeit zu vermeiden. Laut ihrem Vater war Susanne schon einmal belästigt worden und hatte Angst. Nur wenige Monate vor ihrem Tod hatte Susanne ihrer Schwester Camilla gesagt, dass sie unter keinen Umständen zu jemanden ins Auto einsteigen dürfe.
1. Theorie "Raub"
Wurde Susanne Lindholm Opfer eines Raubüberfalls?
Einmal vermuteten die Ermittler das Susanne Lindholm Opfers eines Raubüberfalls wurde, da dem Opfer zwei goldene Ringe und eine ziehharmonika Geldbörse abgenommen worden waren. Diese Möglichkeit wurde jedoch mit wieder ausgeschlossen.
2. Theorie "bekannter Täter"
Wurde Susanne Lindholm von einer ihr bekannten Person angegriffen und getötet?
Auch diese Möglichkeit haben die Ermittler auch in Betracht gezogen und Susanne Lindholms, Arbeitskollegen, ihre Kommilitonen und ihren gesamten Freundes- und Bekanntenkreis überprüft und mehrmals vernommen. Mittlerweile gehen die Ermittler davon aus, dass Susanne Lindholm ihren Mörder höchstwahrscheinlich nicht kannte.
3. Theorie "Unbekannte Person"
Wurde Susanne Lindholm von einer ihr unbekannten Person angegriffen und getötet?
Das halten die Ermittler zumindest am wahrscheinlichsten.
Das Gebiet rund um die Sofianlehdonkatu 9 war zum Zeitpunkt des Mordes ein ruhiges nun schwach beleuchtetes Gebiet. Es gab auch viele kleine, aber dichte Baum- und Buschbestände in der Gegend, ideal um sich zu verstecken. Nach Angaben der Ermittler gab es zwei Möglichkeiten, wie Susanne Lindholm auf ihren Mörder traf. Entweder könnte ein unbekannter Mann Susanne Lindholm gefolgt sein, um sie an der Unterseite des Hauses zu überraschen oder der Mörder könnte auch der unbekannte Mann sein, der sie mit dem Auto nach Hause gebracht hat und der in ihr ein leichtes Opfer sah.
Die Polizei und Lindholms Eltern glauben beide, dass Susanne gezwungen wurde, in den Fahrradkeller hinter den drei verschlossenen Türen zu gehen.
Es wurde angenommen, dass der Mörder außergewöhnlich mächtig war, da die 160 Zentimeter große Susanne Lindholm trotz ihrer kleinen und zarten Größe eine agile, athletische und kämpferische Frau gewesen sein soll. Stattdessen glaubte der Hausmeister, dass das Treppenhaus und der Keller noch einvernehmlich erreicht worden seien, sonst hätte die Situation auffällige Geräusche gemacht. Früher war Susanne Lindholm leicht reizbar und duldete keine Belästigung. Außerdem wurden die Schlüssel in seiner eigenen Tasche gefunden. Der Keller konnte nur mit den Schlüsseln der Hausbewohner betreten werden. Der Hausmeister hatte in der Nacht zuvor um 21.30 Uhr die Außentüren kontrolliert und festgestellt, dass sie verschlossen waren. Die Außentüren waren Tag und Nacht geschlossen. Die Türen konnten mit Türsummer geöffnet werden. Der Staatsanwalt hielt es für eindeutig, dass der Mörder mit den Schlüsseln von Susanne in das Haus und in den Keller eingedrungen war, da es keinerlei Einbruchsspuren gab.
Einer der Ermittler glaubte, dass der Täter zum Zeitpunkt der Tat relativ jung und in guter Verfassung war. Ein anderer Ermittler hält es auch für möglich, dass der Mörder mittleren Alters war und der Ermittler schätzte auch, dass die Vergewaltigung nicht zwingend geplant sein musste, wohl aber die anschließende Tötung. Die Tötung war offenbar die Art und Weise, wie der Vergewaltiger mit seiner Tat damit umzugehen versuchte. Die Autopsie ergab, dass die Gewalt gegen Susanne Lindholm von besonders brutaler Natur war. Daraus wurde der Schluss gezogen, dass der Killer gestört sein muss. Die Ermittler halten den Täter für eine ungewöhnliche, sexuell problematische und einsame Person, die anderen nichts von seinen Aktivitäten erzählt.
4. Theorie "Serienmörder"
Wurde Susanne Lindholm von einem Serienmörder ermordet?
Der Mord an Susanne Lindhom wurde lange Zeit als Einzelverbrechen untersucht, im Dezember 1980 änderte sich dies aber.
Am 6. Dezember 1980 wurde die 41-jährige Seija Tuulikki Kekkonen im Stadtviertel Kontula, in Helsinki, ermordet aufgefunden.
| Der Mord an Seija Tuulikki Kekkonen ist seit 1980 ungeklärt. Foto: hejac |
Am 30. Januar 1981 wurde die 42-jährige Helka Onerva Ketola im Stadtviertel Itä-Pasila, in Helsinki ermordet aufgefunden.
| Der Mord Helka Onerva Ketola ist seit 1981 ungeklärt. Foto: hejac |
Die beiden Mordfälle hatten gewisse Parallelen zur der Ermordung von Susanne Lindholm. Sowohl im Fall von Seija Tuulikki Kekkonen als auch im Fall von Helka Onerva Ketola, war das Opfer mit dem Täter in den Keller eines Wohnhauses gegangen, wo der Täter das Opfer versucht hatte zu vergewaltigt oder vergewaltigt hatte, und es dann tötete. Die Todesfälle eint auch die Tatsache, dass in allen drei Fällen das Opfer dem Täter begegnet war, als es nachts aus dem Nachtclub nach Hause kam. Im Jahr 1995 sagte der Chefermittler, dass die Identität des Täters der drei Mordfälle der Polizei bekannt wäre, jedoch waren die Beweise gegen ihn unzureichend. Allerdings gibt es auch Meinungsverschieden-heiten darüber, ob alle Tötungen von einem einzigen Täter verübt werden. Gegner der Serienmördertheorie argumentieren, dass es zu viele Unterschiede in den Praktiken gibt, um daraus zu schließen, dass eine einzelne Person, für drei Fälle verantwortlich war. Bei der Ermordung von Susanne Lindholm und Helka Onerva Ketola war die Tötungsmethode Strangulation, und beide wurden auch vergewaltigt. Es wurden aber keine Details über den Tod von Seija Kekkonen veröffentlicht, aber es wurde gesagt, dass er dem Tod Helka Onerva Ketola sehr ähnlich ist.
| Zeitungsartikel über die drei ungelösten Kellermorde. Die Bilder zeigen die 25-jährige Susanne Lindholm und die 41-jährige Seija Tuulikki Kekkonen. Foto: Google |
Jalo Eetu Seppänen
Im Jahr 1982 begann die Untersuchung der Verbindung zwischen dem 1944 in Suomussalmi geborenen und in Espoo lebenden Busfahrer Jalo Eetu Seppänen, der sich wegen eines Sexualmordes und mehrerer Sexualdelikte schuldig gemacht hatte.
Am 6. Juli 1981 vergewaltigte und tötete Seppänen die 18-jährige Helena Mäntylä im Stadtviertel Den Haag, in Helsinki. Die Tat ereignete sich etwa fünf Monate nach dem Mord von Helka Onerva Ketola. Wiederum wurde der Mord durch Erdrosselung begangen, und wie bei den Morden im Keller waren der Täter und das Opfer sich begegnet, während das Opfer spät in der Nacht auf dem Heimweg war.
Im Jahr 1982 begann die Untersuchung der Verbindung zwischen dem 1944 in Suomussalmi geborenen und in Espoo lebenden Busfahrer Jalo Eetu Seppänen, der sich wegen eines Sexualmordes und mehrerer Sexualdelikte schuldig gemacht hatte.
Am 6. Juli 1981 vergewaltigte und tötete Seppänen die 18-jährige Helena Mäntylä im Stadtviertel Den Haag, in Helsinki. Die Tat ereignete sich etwa fünf Monate nach dem Mord von Helka Onerva Ketola. Wiederum wurde der Mord durch Erdrosselung begangen, und wie bei den Morden im Keller waren der Täter und das Opfer sich begegnet, während das Opfer spät in der Nacht auf dem Heimweg war.
Persönliche Gegenstände entwendet
Außerdem waren sowohl von Helena Mäntylä als auch von den anderen Opfern, ihre persönliche Gegenstände vom Mörder entwendet worden.
Das Mitnehmen von Gegenständen ist ein typisches Merkmal von Serienmördern, da sie dazu neigen, "Siegestrophäen" und Erinnerungsstücke von ihren Opfern mitzunehmen. Jalo Eetu Seppänen sagte, das Motiv für sein Handeln wäre "Rache" gewesen. Er wollte sich an den Frauen rächen, weil andere Frauen ihn verlassen hätten. Seine Ehe war kurz vor dem Mord an Susanne Lindholm geschieden worden.
Jalo Eetu Seppänen wurde lange des Mordes an Susanne Lindholm verdächtigt, wurde aber nie verurteilt, und alle drei Kellermorde bleiben ungeklärt.
Mord an Helena Korlin im Jahr 1979
Es ist aber auch noch erwähnenswert, dass die Möglichkeit eines Serienmörders im Fall von Susanne Lindholm bereits im Jahr 1979 in Betracht gezogen wurde, als der Zusammenhang zwischen dem Mord an Susanne Lindholm und dem Mord an der 28-jährigen Helena Korlin im Jahr 1979 untersucht wurde.
Helena Korlin, eine Reisebüromitarbeiterin, die von der Presse als Freundin von Susanne Lindholm beschrieben wurde, verschwand Ende März 1979 aus dem Stadtviertel Etu-Töölö, in Helsinki. Das Verschwinden stellte sich als Mord heraus. Carl-Erik Björkqvist, ein unter den Spitznamen "Ceeli" und "Red Mountain Puck" bekannter Sexualstraftäter, wurde des Mordes an Helena Korlin für schuldig befunden. Daher wurde auch Carl-Erik Björkqvist verdächtigt, am Mord an Susanne Lindholm beteiligt gewesen zu sein. Dies wurde später aber ausgeschlossen.
Das Mitnehmen von Gegenständen ist ein typisches Merkmal von Serienmördern, da sie dazu neigen, "Siegestrophäen" und Erinnerungsstücke von ihren Opfern mitzunehmen. Jalo Eetu Seppänen sagte, das Motiv für sein Handeln wäre "Rache" gewesen. Er wollte sich an den Frauen rächen, weil andere Frauen ihn verlassen hätten. Seine Ehe war kurz vor dem Mord an Susanne Lindholm geschieden worden.
Jalo Eetu Seppänen wurde lange des Mordes an Susanne Lindholm verdächtigt, wurde aber nie verurteilt, und alle drei Kellermorde bleiben ungeklärt.
Mord an Helena Korlin im Jahr 1979
Es ist aber auch noch erwähnenswert, dass die Möglichkeit eines Serienmörders im Fall von Susanne Lindholm bereits im Jahr 1979 in Betracht gezogen wurde, als der Zusammenhang zwischen dem Mord an Susanne Lindholm und dem Mord an der 28-jährigen Helena Korlin im Jahr 1979 untersucht wurde.
Helena Korlin, eine Reisebüromitarbeiterin, die von der Presse als Freundin von Susanne Lindholm beschrieben wurde, verschwand Ende März 1979 aus dem Stadtviertel Etu-Töölö, in Helsinki. Das Verschwinden stellte sich als Mord heraus. Carl-Erik Björkqvist, ein unter den Spitznamen "Ceeli" und "Red Mountain Puck" bekannter Sexualstraftäter, wurde des Mordes an Helena Korlin für schuldig befunden. Daher wurde auch Carl-Erik Björkqvist verdächtigt, am Mord an Susanne Lindholm beteiligt gewesen zu sein. Dies wurde später aber ausgeschlossen.
| Carl-Erik Björkqvist Foto: Google |
Fazit:
Jeder soll sich natürlich selbst eine Meinung bilden, aber für mich persönlich halte ich die dritte Theorie und die vierte Theorie für am plausibelsten. Auch die Ermittler tendieren einerseits zur Einzeltäter-Theorie, dann sind sie sich wieder sicher, dass ein Serienmörder die Verbrechen begangen hat.
Ich kann mir vorstellen, dass Susanne Lindholm von einem Einzeltäter ermordet wurde und die anderen beiden anderen Mordfälle nichts mit Susanne Lindholms Mord zu tun haben, aber ich kann mir auch sehr gut vorstellen, dass alle drei Mordfälle von einem Serienmörder begangen wurden, da es gewisse Parallelen und Überschneidungen gab. Jeder soll sich aber selbst sein Urteil bilden.
Die Nachwirkungen
Der Fall bleibt ungelöst. Neue Ermittlungen, die im Jahr 2004 eingeleitet wurden, führten zur Festnahme, aber es gab keine ausreichenden Beweise für die Schuld des Verdächtigen. Ein TV-Bericht von "Ilta-Sanomat" im Jahr 2014 erbrachte ein paar neue Hinweise und einen weiteren Verdächtigen. Die Hintergründe beider Verdächtigen waren jedoch zuvor überprüft worden, und beide wurden als Täter ausgeschlossen.
| Auch nach über 40 Jahren hat Finnland den brutalen Mord an der 25-jährigen Susanne Lindholm nicht vergessen. Foto: Ilta-Sanomat |
Es ist unklar, ob die im Jahr 1976 am Tatort sichergestellten Spuren mit den neuesten Untersuchungsmethoden und Analyseverfahren erneut überprüft worden sind.
Die Angehörigen von Susanne Lindholm wünschen sich Gerechtigkeit und eine Aufklärung des Falls.
Aktuelle Einstufung des Falls
Der Fall von Susanne Lindholm wurde als Tötungsdelikt und Sexualverbrechen eingestuft.
Seit 2014 ruhen die Ermittlungen in dem Fall.
Der Fall wird als Cold Case bezeichnet.
Susanne Lindholm wäre heute 71 Jahre alt.
Fragen der Ermittler:
Das National Bureau of Investigation
nimmt Hinweise unter der Rufnummer (Vorwahl Finnland)+0295 418 622 entgegen oder Sie senden die Hinweise per Mail an rikosvihje.krp@poliisi.fi
Aktuelle Einstufung des Falls
Der Fall von Susanne Lindholm wurde als Tötungsdelikt und Sexualverbrechen eingestuft.
Seit 2014 ruhen die Ermittlungen in dem Fall.
Der Fall wird als Cold Case bezeichnet.
Susanne Lindholm wäre heute 71 Jahre alt.
Fragen der Ermittler:
- Wer hat Susanne Lindholm am 8. August 1976 gegen 3.00 - 3.15 Uhr vor dem 3.00 und 3.15 Uhr vor dem Hotel Hesperia stand und sich dann zu Fuß in Bewegung setzte, die Mannerheimintie entlang ging und dann in die nahegelegene Helsinginkatu einbog, wahrgenommen?
- Wer hat Susanne Lindholm am 8. August 1976 nach 3.15 Uhr im Bereich der Helsinginkatu oder in einer anderen Straße gesehen?
- Wer hat Susanne Lindholm am 8. August 1976 nach 3.15 dabei beobachtet, wie sie versucht hatte, eine Mitfahrgelegenheit zu finden und in ein Auto einstieg?
- Wer hat Susanne Lindholm am 8. August 1976 gegen 4.00 Uhr dabei beobachtet, wie sie an ihrem Wohnhaus in der Sofianlehdonkatu 9 B im Stadtviertel Käpylä, in Helsinki, ankam? War sie allein? Oder folgte ihr jemand?
- Wer hat in der Nacht des 8. August 1976 rund um das Wohnaus in der Sofianlehdonkatu 9 B im Stadtviertel Käpylä, eine verdächtige Person oder ein verdächtiges Fahrzeug beobachtet?
- Wer hat in der Zeit vor dem 8. August oder direkt in der Nacht des 8. August 1976 andere Beobachtungen gemacht, die mit dem Mord an Susanne Lindholm in Zusammenhang stehen könnten?
- Wer kennt die genauen Umstände und Hintergründe dieser Tat?
- Wer kennt eine Person, die ein besonderes Interesse an dem Mord an Susanne Lindholm hatte oder sich nach dem 8. August 1976 sich ungewöhnlich verhielt?
- Wer kann mehr Angaben zu den Mordfällen Seija Tuulikki Kekkonen (1980) und Helka Onerva Ketola (1982) machen?
- Wer weiß, wer für den Mord an Susanne Lindholm verantwortlich gewesen sein könnte?
- Wer weiß, wo die zwei goldene Ringe und eine ziehharmonika Geldbörse von Susanne Lindholm abgeblieben sind?
- Wer hat sonstige Informationen zu dem Fall?
Das National Bureau of Investigation
nimmt Hinweise unter der Rufnummer (Vorwahl Finnland)+0295 418 622 entgegen oder Sie senden die Hinweise per Mail an rikosvihje.krp@poliisi.fi
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