POLEN: Tötungsdelikt z. N. von Bogdan Kozioł (1998)
Der Mord an Bogdan Kozioł
Wer tötete Bogdan Kozioł?
Ich bleibe geographisch noch einmal in Polen.
Ich werde natürlich weiterhin auch Beiträge über amerikanische und kanadische Vermissten- und Mordfälle veröffentlichen, aber ich möchte hin und wieder auch mit Kriminalfällen aus Osteuropa befassen.
Die Party bei Freunden
Es wurde jedoch festgestellt, dass er am Samstag, dem 1. August 1998, zu einer Party im Haus seiner Freunde nach Kościelnik fuhr. Bogdan Kozioł verließ das die Feier gegen 22.00 Uhr und stieg in ein Taxi, um in das nahe gelegene Lubań zu fahren. Das Taxi setzte ihn dort am Bahnhof ab.
Wo und mit wem verbrachte Bogdan Kozioł die Nacht?
Wo Bogdan Kozioł und mit wem er die Nacht verbracht hat, ist noch immer noch ein Rätsel. Am nächsten Tag, also am Sonntag, dem 2. August 1998, wurde er zwischen 6.00 und 7.00 Uhr bereits am Bahnhof in Jelenia Góra gesehen, den er mit dem Zug erreicht hatte. Dort traf der leitende Sachbearbeiter einen Freund, der für einen Moment sein Mobiltelefon ausgeliehen hatte.
Das Zimmer Nr. 16
Bogdan Kozioł hat den Schlüssel zu Zimmer Nummer 8 nicht erhalten. Sein Zimmer war die Nummer 16 Person, das sich im ersten Stock des Hotels befand. Leider hatte die gemietete Unterkunft kein eigenes Badezimmer. Es gab im Zimmer nur ein kleines Waschbecken mit einem Spiegel und einen Handtuchhalter. Toiletten und Duschen, die sich ebenfalls auf jeder Ebene des Gebäudes befanden, wurden mit einem Schlüssel verschlossen, den das Hotelpersonal den Gästen zur Verfügung stellte.
Die Autopsie
Im Zuge der Autopsie stellte sich heraus, dass der Mörder dem Opfer zunächst mit einer Wodkaflasche auf den Kopf schlug und dann mit einem Messer das Opfer mit Stich- und Schnitten verletzte. Es waren insgesamt mehr als 30 Stiche und Schnitte. Trotz einer so großen Anzahl von Stichen und Schnitten war keiner von ihnen tödlich. Vielleicht hätte Bogdan Kozioł, das Treffen mit einem unauffällig aussehenden Jungen überlebt, wenn er rechtzeitig gefunden worden wäre. Leider kam die Hilfe zu spät. Der 39-jährige Einwohner von Wolimierz verblutete auf dem roten Teppich des Hotels pod Różami. Die blutige Klinge wurde von den Ermittlern im Hotelzimmer gefunden.
Der schwer fassbare Mörder von Bogdan Kozioł
Wenige Tage nach dem brutalen Mord erschienen in der Lokalpresse eine Beschreibung und ein Phantombild des verdächtigen Jungen. Der Fall des Albtraummordes wurde auch in landesweiten Fernsehprogrammen veröffentlicht; Im Magazyn Kryminalny 997 und dem Television Investigation Bureau wurde ausführlich über den Mord berichtet. Leider war es trotz des Vergehens vieler Jahre nicht möglich, das Motiv des Verbrechens oder die Identität des Mörders festzustellen.
Die Theorien
Die polnischen Ermittler haben zwei Theorien, wie die Tat abgelaufen sein könnte und welches Motiv dabei eine Rolle gespielt haben könnte. Ich möchte nun näher auf die zwei Theorien eingehen.
1. Theorie "Raubmord"
Wurde Bogdan Kozioł getötet, damit der Täter ihn berauben konnte?
Ja, dies könnte möglich sein.
Die polnischen Ermittler halten es für möglich, dass es sich bei diesem Mord, um ein "typisches Verbrechen" im Homosexuellen- und Stricher Milieu handelte. In den 90er Jahren gab es viele ähnlich gelagerte Fälle in diesem Milieu in ganz Europa, auch bei uns in Deutschland.
Die Opfer suchten sich meistens im Homosexuellen- und Stricher-Milieu einen Begleiter für sexuelle Handlungen. Manchmal bot man diesen jungen Männern auch nur eine Übernachtungsmöglichkeit an. Die jungen Männer gingen mit, die oft selber nicht homosexuell waren. Meistens gab es schon vorher den Plan, wenn eine sexuelle Handlung vorher vereinbart war, das spätere Opfer zu berauben und zu töten. Es meistens vorher keine Opfer-Täter-Beziehung gab, da das Opfer und der Täter häufig zum ersten mal aufeinander trafen, daher war oft für die Polizei schwer einen Täter zu identifizieren, da in diesem Milieu auch die Aussagebereitschaft gegen null tendierte.
Und die Ermittler glauben, dass die Tat auch so im Fall Bogdan Kozioł abgelaufen sein könnte. Was mich dabei etwas irritiert sind die Vielzahl der Verletzungen, die alle nicht tödlich waren und die doch geringe Beute, obwohl ein Pass und ein Handy in Polen zu dieser Zeit auch gutes Geld brachten. Möglicherweise wollte der Täter Bogdan Kozioł gar nicht töten. Er hat ja nicht konsequent eine Tötung vollzogen, eine klare Tötungsabsicht ist für mich nicht klar zu erkennen. Darauf werde ich aber im nächsten Punkt nochmal näher eingehen.
Ich bin deshalb reaktiv vorsichtig mit dieser Theorie. In anderen Fällen kann ich mich klar zu einer Theorie bekennen oder eben auch abgrenzen, aber hier könnte die Theorie tatsächlich stimmen, aber eben auch nicht.
2. Theorie "Sexuellen Handlung"
Wurde Bogdan Kozioł beim Versuch einer sexuellen Handlung ermordet?
Ja, auch diese Möglichkeit sollte man in Betracht ziehen.
Die Ermittler können sich vorstellen, dass der junge Begleiter möglicherweise einfach so mit ins Hotel kam, um dort zu Übernachten oder dort etwas zu feiern, aber nicht um mit Bogdan Kozioł sexuell etwas zu tun. Der junge Mann könnte in der Alkohol- und Drogenszene aktiv gewesen sein. Es könnte sein, dass beim Versuch einer sexuellen Annäherung, der junge Begleiter ausgeflippt ist. Der junge Begleiter mochte keine Homosexuellen und fühlte sich in der Situation nicht wohl. Deshalb schlug er Bogdan Kozioł mit der Wodkaflasche auf dem Kopf. Danach versetzte er dem Opfer Stich- und Schnittverletzungen, um ihn zwar zu Verletzungen, aber nicht zu töten. Der Täter wollte Bogdan Kozioł einfach demütigen, foltern, quälen und seine Stärke beweisen. Ich finde in der Posse in der die Leiche gefunden wurde, interpretierten einige Ermittler als Demütigungshaltung und Schutzhaltung. Entweder wollte der Täter das Opfer von oben herab und den immer wieder zugefügten Verletzungen demütigen, oder der junge Mann ist so durchgedreht, dass Bogdan Kozioł sich schützen wollte. Wenn der Täter eine klare Tötungsabsicht gehabt hätte, dann hätte er ihn ohne Probleme tödlich verletzen können. Aber die nicht tödlichen Verletzungen, könnten auch auf eine Art Unerfahrenheit hinweisen. Da der Täter aber das Zimmer abschloss, hat er in Kauf genommen, das Bogdan Kozioł sich selbst nicht helfen konnte und auch nicht andere ihm helfen konnten, so könnte man ihn eine indirekte Tötungsabsicht vorwerfen, zumindest nahm er in Kauf, dass das Opfer nicht rechtzeitig gerettet werden konnte. Auch der Raub des Mobiltelefons und des Passes, könnte man einfach als Gelegenheitstat auslegen und nicht als Hauptmotiv. Und der Täter konnte davon ausgehen, dass man so schnell nicht auf ihn kommt, da es vorher noch keine Beziehung zwischen dem Opfer und ihm gab. Zwar wurde er von den Hotelangestellten gesehen, aber seit 1998 wurde er nicht identifiziert.
Fazit:
Beide Theorien laufen nicht ganz rund. Bei jeder Theorien gibt es Ausreißer in die andere Theorie. Aber oft sind Taten nicht ganz klar. Sowas gibt es meist nur im Fernsehen. Bei Morden und anderen Verbrechen spielen viele Einflüsse und Faktoren eine Rolle. Wie ich schon erwähnt habe, kann ich mich sehr schwer auf eine Theorie festlegen, dafür müsste ich noch mehr Informationen haben, um mich endgültig festlegen. Ich kann mir beide Möglichkeiten sehr gut vorstellen. Ich denke, da der Täter anhand des Phantombildes, bis dato nicht identifiziert wurde, wäre es sehr hilfreich, wenn man genau wüsste, wo Täter und Opfer aufeinander trafen und wie die Kontaktaufnahme erfolgte. Es sah so aus, dass Bogdan Kozioł gezielt in dieses Hotel fuhr und eine Verabredung hatte. Natürlich könnte er auf gut Glück auf den jungen Begleiter getroffen sein, aber nach dem Verlassen des Hotels kam er schon ein paar Minuten später mit dem jungen Mann wieder zurück ins Hotel. Möglicherweise hatte er den späteren Täter vorher am Tag schon getroffen, als er vielleicht die Stadt erkundete. Diese Kontaktaufnahme finde ich persönlich als besonders wichtig, um die Tat noch besser zu verstehen. Aber jetzt nach über 20 Jahren wird es schwer dies herauszufinden, außer es meldet sich jemand aus diesem Milieu oder Bekanntenkreis des Jungen. Auch wenn der Pass aufgefunden werden sollte, könnte dies eine Spur zum Mörder sein.
Die Nachwirkungen
Die Polizei ist immer noch motiviert, den Mord an Bogdan Kozioł aufzuklären.
Aktuelle Einstufung des Falls
Der Fall wurde als Mordfall eingestuft. Auch ein Raubmord konnte in Frage kommen.
Der Fall ist zwar ein Cold Case und die Ermittlungen stehen aktuell still, aber möglicherweise wird der Fall im Rahmen einer X-Akten Ermittlungen, der Fall erneut untersucht.
Der Täter kann sich nicht sicher fühlen.
Die Ermittler hoffen weiterhin auf Hinweise aus der Bevölkerung.
Fragen der Ermittler:
Hinweise bitte an das Städtische Polizeipräsidium in Jelenia Góra
Ul. Nowowiejska 43
58-500 Jelenia Góra
Diensthabender Beamter des Stadtpolizeipräsidiums in Jelenia Góra ist unter der Rufnummer (Vorwahl Polen)+47 87 312 40 oder +47 87 312 22 zu erreichen.
Oder per E-mail:
komendant@jelenia-gora.wr.policja.gov.pl ;
oficer.prasowy@jelenia-gora.wr.policja.gov.pl
Wer tötete Bogdan Kozioł?
Ich bleibe geographisch noch einmal in Polen.
Ich werde natürlich weiterhin auch Beiträge über amerikanische und kanadische Vermissten- und Mordfälle veröffentlichen, aber ich möchte hin und wieder auch mit Kriminalfällen aus Osteuropa befassen.
Dieser polnische Cold Case (Anm. In Polen sind die Kaltfälle, Altfälle und Cold Cases unter dem Namen X-Akten bekannt.) stammt aus dem Jahr 1998. Der Mord ereignete sich im Hotel pod Różami in Jelenia Góra. Die Stadt Jelenia Góra ist eine Stadt in der polnischen Woiwodschaft, Niederschlesien. Der Polizei ist es nicht gelungen, den Fall aufzuklären.
Der Mord an Bogdan Kozioł ist seit August 1998 ungelöst. Wer tötete Bogdan Kozioł? Foto: Investigation Bureau |
Der Fall Bogdan Kozioł
Bogdan Kozioł wurde im Jahr 1959 geboren und lebte bis zu seinem Lebensende bei seiner Mutter in dem kleinen Dorf Wolimierz in Niederschlesien. Einer Quelle zufolge war er geschieden, und einer anderen zufolge hatte er nie eine eigene Familie. Später kam ans Licht, als eine Fernsehsendung mit dem Fall beschäftigte, dass das Alleinleben von Bogdan Kozioł einen Grund hatte, denn Bogdan Kozioł war homosexuell. Obwohl damals eine andere sexuelle Orientierung, besonders wenn man homosexuell war, oft im katholischen Polen geächtet wurde, war der Mann sehr beliebt und wurde von allen respektiert. Er ließ sich weder auf Konflikte oder Anfeindungen ein und behandelte andere im Beruf und Privatleben, stets freundlich. Jeden Tag fuhr er zum etwa 10 Kilometer entfernten Gemeindeamt von Leśna. Er arbeitete als Beamter in der verantwortungsvollen Position des Leiters der Abteilung Geodäsie (Geodäsie = Wissenschaft von der Ausmessung und Abbildung der Erdoberfläche). Daher war er keine anonyme Figur, sondern ein bekanntes und angesehenes Mitglied der örtlichen Gemeinschaft. Aufgrund seiner Funktion verfügte der Beamte über ein Mobiltelefon im Era-GSM-Netz, nämlich das Modell Nokia 1610. Aber eine richtiges Funkzelkennetz gab es damals noch nicht überall in Polen, denn sie waren noch eine Seltenheit. Zu dieser Zeit begannen die Behörden Bund die verschiedenen Anbieter gerade erst, ein flächendeckendes Funkzellennetz auszubauen. Es war zu dieser Zeit eigentlich noch recht selten, wenn normale Bürger einen Mobiltelefon besaßen.
Bogdan Kozioł wurde im Jahr 1959 geboren und lebte bis zu seinem Lebensende bei seiner Mutter in dem kleinen Dorf Wolimierz in Niederschlesien. Einer Quelle zufolge war er geschieden, und einer anderen zufolge hatte er nie eine eigene Familie. Später kam ans Licht, als eine Fernsehsendung mit dem Fall beschäftigte, dass das Alleinleben von Bogdan Kozioł einen Grund hatte, denn Bogdan Kozioł war homosexuell. Obwohl damals eine andere sexuelle Orientierung, besonders wenn man homosexuell war, oft im katholischen Polen geächtet wurde, war der Mann sehr beliebt und wurde von allen respektiert. Er ließ sich weder auf Konflikte oder Anfeindungen ein und behandelte andere im Beruf und Privatleben, stets freundlich. Jeden Tag fuhr er zum etwa 10 Kilometer entfernten Gemeindeamt von Leśna. Er arbeitete als Beamter in der verantwortungsvollen Position des Leiters der Abteilung Geodäsie (Geodäsie = Wissenschaft von der Ausmessung und Abbildung der Erdoberfläche). Daher war er keine anonyme Figur, sondern ein bekanntes und angesehenes Mitglied der örtlichen Gemeinschaft. Aufgrund seiner Funktion verfügte der Beamte über ein Mobiltelefon im Era-GSM-Netz, nämlich das Modell Nokia 1610. Aber eine richtiges Funkzelkennetz gab es damals noch nicht überall in Polen, denn sie waren noch eine Seltenheit. Zu dieser Zeit begannen die Behörden Bund die verschiedenen Anbieter gerade erst, ein flächendeckendes Funkzellennetz auszubauen. Es war zu dieser Zeit eigentlich noch recht selten, wenn normale Bürger einen Mobiltelefon besaßen.
| Bogdan Kozioł lebte im Dorf Wolimierz in Niederschlesien und arbeitete in Leśna. Das ist die Strecke die Bogdan Kozioł nahm, wenn er zur Arbeit fuhr. Foto: Google Maps |
Bogdan Kozioł war ein attraktiver Mann
Im Jahr 1998 war Bogdan Kozioł 39 Jahre alt. Der dunkelhaarige, aber leicht kahlköpfige Mann war groß; Er war 180 Zentimeter groß und konnte er sah nicht schlecht aus. Er trug häufig schöne Brillen, die nur die regelmäßigen Züge seines Gesichts betonten. Auf dem letzten veröffentlichten Foto zeigte Bogdan Kozioł sich mit einem einst modischen Schnurrbart, aber später fing er an, sich glatt zu rasieren. Leider ist nichts über seine möglichen Beziehungen bekannt.
Im Jahr 1998 war Bogdan Kozioł 39 Jahre alt. Der dunkelhaarige, aber leicht kahlköpfige Mann war groß; Er war 180 Zentimeter groß und konnte er sah nicht schlecht aus. Er trug häufig schöne Brillen, die nur die regelmäßigen Züge seines Gesichts betonten. Auf dem letzten veröffentlichten Foto zeigte Bogdan Kozioł sich mit einem einst modischen Schnurrbart, aber später fing er an, sich glatt zu rasieren. Leider ist nichts über seine möglichen Beziehungen bekannt.
| Es wurde ein Bild von Bogdan Kozioł mit Brille gezeichnet. Foto: Polizei |
Die Party bei Freunden
Es wurde jedoch festgestellt, dass er am Samstag, dem 1. August 1998, zu einer Party im Haus seiner Freunde nach Kościelnik fuhr. Bogdan Kozioł verließ das die Feier gegen 22.00 Uhr und stieg in ein Taxi, um in das nahe gelegene Lubań zu fahren. Das Taxi setzte ihn dort am Bahnhof ab.
| Der Bahnhof in Lubań. Ob er in Lubán mit jemanden verabredet oder ob er noch mit dem Zug woanders hinfuhr ist unklar. Foto: Magazyn Kryminalny 997 |
Wo und mit wem verbrachte Bogdan Kozioł die Nacht?
Wo Bogdan Kozioł und mit wem er die Nacht verbracht hat, ist noch immer noch ein Rätsel. Am nächsten Tag, also am Sonntag, dem 2. August 1998, wurde er zwischen 6.00 und 7.00 Uhr bereits am Bahnhof in Jelenia Góra gesehen, den er mit dem Zug erreicht hatte. Dort traf der leitende Sachbearbeiter einen Freund, der für einen Moment sein Mobiltelefon ausgeliehen hatte.
| Das ist die Strecke die Bogdan Kozioł vom 1. August auf den 2. August zurücklegte. Vom Bahnhof Lubán ist er mit dem Zug oder mit dem Taxi nach Jelenia Góra gefahren. Foto: Google Maps |
Das berühmte Hotel pod Różami in Cieplice
Es gibt keine Informationen darüber, was Bogdan Kozioł in den nächsten Stunden gemacht hat. Jelenia Góra ist voll von wunderbaren Denkmälern, Parks und anderen Touristenattraktionen, möglicherweise verbrachte der Mann seine Zeit damit, um die wunderschöne Stadt zu erkunden. Sicher ist aber, dass er gegen 13.40 Uhr im Hotel pod Różami eincheckte, das sich noch immer in einem prächtigen Mietshaus am Piastowski-Platz im Kurviertel von Cieplice befindet.
Es gibt keine Informationen darüber, was Bogdan Kozioł in den nächsten Stunden gemacht hat. Jelenia Góra ist voll von wunderbaren Denkmälern, Parks und anderen Touristenattraktionen, möglicherweise verbrachte der Mann seine Zeit damit, um die wunderschöne Stadt zu erkunden. Sicher ist aber, dass er gegen 13.40 Uhr im Hotel pod Różami eincheckte, das sich noch immer in einem prächtigen Mietshaus am Piastowski-Platz im Kurviertel von Cieplice befindet.
| Das Hotel pod Różami am Piastowski-Platz im Kurviertel Cieplice in Jelenia Góra. Foto: Google |
| Der Piastowski-Platz im Viertel Cieplice in Jelenia Góra. Foto: Google |
Die Geschichte des Ortes, der zu deutschen Zeiten Rosengarten hieß, ist lang und sehr interessant. Elegante Innenräume schufen eine wunderschöne Kulisse in dem preisgekrönten Film 'Lebewohl" von Jerzy Has, und aus den Worten Pamiętasz, wurde Jesień / Mały Hotel "Pod Różami". Und das Zimmer Nummer 8 war ein sehr berühmtes und beliebtes Zimmer, weil es in zahlreichen Filmen eine besondere Rolle spielte. Anscheinend fragen auch heute noch einige Verliebte immer noch mal nach der Möglichkeit, in dem berühmten "Zimmer Nummer 8" zu schlafen.
Das Zimmer Nr. 16
Bogdan Kozioł hat den Schlüssel zu Zimmer Nummer 8 nicht erhalten. Sein Zimmer war die Nummer 16 Person, das sich im ersten Stock des Hotels befand. Leider hatte die gemietete Unterkunft kein eigenes Badezimmer. Es gab im Zimmer nur ein kleines Waschbecken mit einem Spiegel und einen Handtuchhalter. Toiletten und Duschen, die sich ebenfalls auf jeder Ebene des Gebäudes befanden, wurden mit einem Schlüssel verschlossen, den das Hotelpersonal den Gästen zur Verfügung stellte.
| Die Tür von Zimmer Nummer 16. Foto: Magazyn Kryminalny 997 |
| Der Innenraum von Zimmer Nummer 16 mit Waschbecken und Spielgel. Foto: Magazyn Kryminalny 997 |
| Das Badezimmer befand sich gegenüber von Zimmer Nummer 16. Foto: Magazyn Kryminalny 997 |
Der blonde Begleiter von Bogdan Kozioł
Bogdan Kozioł hatte nicht die Absicht, sich allein zu entspannen. Anstatt sich an einem ordentlichen Ort auszuruhen, ging er direkt in die Stadt hinaus. Nach etwa 40 Minuten kehrte er zum Hotel pod Różami zurück, aber nicht allein. Er war in Begleitung eines schlanken Jungen, der nach Aussage der Rezeptionistin, wie ein Engel aussah. Die später erstellte Beschreibung und die Phantombildzeichnung zeigte, dass der unbekannte Begleiter etwa zwischen 20 und 27 Jahren alt war, kurze blonde Haare hatte und einem olivfarbenen Teint ohne Gesichtsbehaarung hatte. Was auffiel war seine jugendliche Röte auf den Wangen. Er war etwa 170 Zentimeter groß. Aufgrund der hohen, wahrlich Urlaubstemperaturen fiel der Junge mit seiner Kleidung auf; Er trug ein lockeres, graued Sweatshirt mit Querstreifen, unter dem ein gelber Hemdkragen hervorragte. Über seiner Schulter hing eine dunkle Stofftasche.
Bogdan Kozioł hatte nicht die Absicht, sich allein zu entspannen. Anstatt sich an einem ordentlichen Ort auszuruhen, ging er direkt in die Stadt hinaus. Nach etwa 40 Minuten kehrte er zum Hotel pod Różami zurück, aber nicht allein. Er war in Begleitung eines schlanken Jungen, der nach Aussage der Rezeptionistin, wie ein Engel aussah. Die später erstellte Beschreibung und die Phantombildzeichnung zeigte, dass der unbekannte Begleiter etwa zwischen 20 und 27 Jahren alt war, kurze blonde Haare hatte und einem olivfarbenen Teint ohne Gesichtsbehaarung hatte. Was auffiel war seine jugendliche Röte auf den Wangen. Er war etwa 170 Zentimeter groß. Aufgrund der hohen, wahrlich Urlaubstemperaturen fiel der Junge mit seiner Kleidung auf; Er trug ein lockeres, graued Sweatshirt mit Querstreifen, unter dem ein gelber Hemdkragen hervorragte. Über seiner Schulter hing eine dunkle Stofftasche.
| Phantombildzeichnung So soll der blonde Begleiter von Bogdan Kozioł im August 1998 ausgesehen haben. Foto: Polizei |
Bogdan Kozioł nahm den jungen Mann mit auf sein Zimmer Nummer 16
Beide Männer gingen gegen 14.20 Uhr nach oben in das gemietete Zimmer Nummer 16. Sie brachten Wodka und Coca-Cola mit, aber es fehlte an Gläsern. Der blonde Begleiter von Bogdan Kozioł ging zur Rezeption, um sich Gläser zu besorgen und den Schlüssel zum Badezimmer zu nehmen. Was als nächstes geschah, lässt sich nur vermuten. Wahrscheinlich hat Bogdan Kozioł geduscht und ist nur mit Unterwäsche bekleidet in sein Zimmer zurückgekehrt. Die Rezeptionistin erinnerte sich später daran, dass der Begleiter des Hotelbesuchers das Gebäude mit Flecken an Händen und Kleidung verlassen hatte. Aber er hatte sich völlig natürlich verhalten. Das Tragische an der Sache war, dass niemand sofort nachgesehen hat, ob oben etwas Schlimmes passiert ist. Eine schnelle Reaktion der Hotelmitarbeiter hätte wahrscheinlich dem 39-jährigen Beamten aus Leśna das Leben gerettet.
Zimmermädchen stand vor verschlossenen Hotelzimmer
Die schreckliche Wahrheit über den Vorfall in Zimmer 16 kam erst am nächsten Tag, am Montag, dem 3. August 1998, ans Licht. Das Zimmermädchen des Hotels pod Różami, Frau Jadwiga, wollte am Morgen das Zimmer Nummer 16 von Bogdan Kozioł aufräumen, aber niemand reagierte auf das Klopfen an der Tür. Die Frau hörte das strömende Wasser aus dem Wasserhahn, der sich direkt neben dem Türrahmen befand. Also beschloss sie, sich um andere Pflichten zu kümmern und in einiger Zeit wieder zum Zimmer 16 zurückzukommen. Eine Stunde später versuchte das Zimmermädchen erneut in das Hotelzimmer hineinzukommen, aber das abgeschlossene Tür widersetzte sich weiterhin. Das Klopfen des Zimmermädchens wurde immer noch nur vom Plätschern des Wasser beantwortet, der in das keramische Waschbecken fiel. Die seltsame Situation beunruhigte die Frau so sehr, dass sie beschloss, den Hotelbesitzer darüber zu informieren. Als sie beide mit dem Ersatzschlüssel zum Zimmer 16 gingen und die Tür öffneten, bot sich ihnen ein erschreckender Anblick.
Die Entdeckung
Bogdan Kozioł lag neben der Tür und dem Schrank, Beine und Arme angezogen, den Blick auf den Boden gerichtet. Er trug nur eine Unterhose, sodass man die zahlreichen Wunden auf seinem Körper auf einmal sehen konnte. Der geschockte Hotelier rief sofort die Polizei, die die Leiche und den Tatort inspizierte und sperrte.
Beide Männer gingen gegen 14.20 Uhr nach oben in das gemietete Zimmer Nummer 16. Sie brachten Wodka und Coca-Cola mit, aber es fehlte an Gläsern. Der blonde Begleiter von Bogdan Kozioł ging zur Rezeption, um sich Gläser zu besorgen und den Schlüssel zum Badezimmer zu nehmen. Was als nächstes geschah, lässt sich nur vermuten. Wahrscheinlich hat Bogdan Kozioł geduscht und ist nur mit Unterwäsche bekleidet in sein Zimmer zurückgekehrt. Die Rezeptionistin erinnerte sich später daran, dass der Begleiter des Hotelbesuchers das Gebäude mit Flecken an Händen und Kleidung verlassen hatte. Aber er hatte sich völlig natürlich verhalten. Das Tragische an der Sache war, dass niemand sofort nachgesehen hat, ob oben etwas Schlimmes passiert ist. Eine schnelle Reaktion der Hotelmitarbeiter hätte wahrscheinlich dem 39-jährigen Beamten aus Leśna das Leben gerettet.
Zimmermädchen stand vor verschlossenen Hotelzimmer
Die schreckliche Wahrheit über den Vorfall in Zimmer 16 kam erst am nächsten Tag, am Montag, dem 3. August 1998, ans Licht. Das Zimmermädchen des Hotels pod Różami, Frau Jadwiga, wollte am Morgen das Zimmer Nummer 16 von Bogdan Kozioł aufräumen, aber niemand reagierte auf das Klopfen an der Tür. Die Frau hörte das strömende Wasser aus dem Wasserhahn, der sich direkt neben dem Türrahmen befand. Also beschloss sie, sich um andere Pflichten zu kümmern und in einiger Zeit wieder zum Zimmer 16 zurückzukommen. Eine Stunde später versuchte das Zimmermädchen erneut in das Hotelzimmer hineinzukommen, aber das abgeschlossene Tür widersetzte sich weiterhin. Das Klopfen des Zimmermädchens wurde immer noch nur vom Plätschern des Wasser beantwortet, der in das keramische Waschbecken fiel. Die seltsame Situation beunruhigte die Frau so sehr, dass sie beschloss, den Hotelbesitzer darüber zu informieren. Als sie beide mit dem Ersatzschlüssel zum Zimmer 16 gingen und die Tür öffneten, bot sich ihnen ein erschreckender Anblick.
Die Entdeckung
Bogdan Kozioł lag neben der Tür und dem Schrank, Beine und Arme angezogen, den Blick auf den Boden gerichtet. Er trug nur eine Unterhose, sodass man die zahlreichen Wunden auf seinem Körper auf einmal sehen konnte. Der geschockte Hotelier rief sofort die Polizei, die die Leiche und den Tatort inspizierte und sperrte.
| Originalbild der Polizei Die Auffindesituation bei der Entdeckung der Leiche von Bogdan Kozioł. Foto: Polizei |
Die Autopsie
Im Zuge der Autopsie stellte sich heraus, dass der Mörder dem Opfer zunächst mit einer Wodkaflasche auf den Kopf schlug und dann mit einem Messer das Opfer mit Stich- und Schnitten verletzte. Es waren insgesamt mehr als 30 Stiche und Schnitte. Trotz einer so großen Anzahl von Stichen und Schnitten war keiner von ihnen tödlich. Vielleicht hätte Bogdan Kozioł, das Treffen mit einem unauffällig aussehenden Jungen überlebt, wenn er rechtzeitig gefunden worden wäre. Leider kam die Hilfe zu spät. Der 39-jährige Einwohner von Wolimierz verblutete auf dem roten Teppich des Hotels pod Różami. Die blutige Klinge wurde von den Ermittlern im Hotelzimmer gefunden.
| Originalbild der Polizei von der Tatwaffe. Ein Klapp oder Springmesser mit Blutanhaftungen von Bogdan Kozioł wurde im Hotelzimmer gefunden. Foto: Polizei |
Der Tatort sah aus, wie in einem Horrorfilm
Auch die Wände von Zimmer 16 sahen aus wie aus einem Horrorfilm. In der Nähe des Türrahmens und der Tisch im Zimmer waren mit Blut und weißer Farbe verschmiert. Die lackierte Tür, ein kleiner Spiegel über dem Wasserhahn und das Waschbecken, in das so lange das Wasser floss, sahen nicht anders aus. Überall war Blut. Es wurde auch festgestellt, dass der blonde unbekannte Begleiter vor dem Verlassen des Zimmers die Hose des Opfers angezogen hatte, weil seine eigene zu blutverschmiert war. Er stahl auch ein Nokia-Handy und den Pass des ermordeten Mannes, der mit der Serie DD6617760 gekennzeichnet war. Dann verließ er das Zimmer Nummer 16 schloss die Zimmertür von außen ab.
Auch die Wände von Zimmer 16 sahen aus wie aus einem Horrorfilm. In der Nähe des Türrahmens und der Tisch im Zimmer waren mit Blut und weißer Farbe verschmiert. Die lackierte Tür, ein kleiner Spiegel über dem Wasserhahn und das Waschbecken, in das so lange das Wasser floss, sahen nicht anders aus. Überall war Blut. Es wurde auch festgestellt, dass der blonde unbekannte Begleiter vor dem Verlassen des Zimmers die Hose des Opfers angezogen hatte, weil seine eigene zu blutverschmiert war. Er stahl auch ein Nokia-Handy und den Pass des ermordeten Mannes, der mit der Serie DD6617760 gekennzeichnet war. Dann verließ er das Zimmer Nummer 16 schloss die Zimmertür von außen ab.
| Das Nokia 1016 wurde bei der Tat geraubt. Möglicherweise wurde es jemanden zum Kauf angeboten. Foto: Google |
| Der Pass von Bogdan Kozioł mit der Seriennummer DD6617760 wurde ebenfalls gestohlen. Wurde der Pass zum Kauf angeboten? Foto: Polizei |
| Originalbild der Polizei Im Zimmer Nummer 16 konnte man sehen, was für Qualen Bogdan Kozioł erleiden musste. Im Zimmer war überall das Blut von Bogdan Kozioł verteilt. Foto: Polizei |
Der schwer fassbare Mörder von Bogdan Kozioł
Wenige Tage nach dem brutalen Mord erschienen in der Lokalpresse eine Beschreibung und ein Phantombild des verdächtigen Jungen. Der Fall des Albtraummordes wurde auch in landesweiten Fernsehprogrammen veröffentlicht; Im Magazyn Kryminalny 997 und dem Television Investigation Bureau wurde ausführlich über den Mord berichtet. Leider war es trotz des Vergehens vieler Jahre nicht möglich, das Motiv des Verbrechens oder die Identität des Mörders festzustellen.
Die Theorien
Die polnischen Ermittler haben zwei Theorien, wie die Tat abgelaufen sein könnte und welches Motiv dabei eine Rolle gespielt haben könnte. Ich möchte nun näher auf die zwei Theorien eingehen.
1. Theorie "Raubmord"
Wurde Bogdan Kozioł getötet, damit der Täter ihn berauben konnte?
Ja, dies könnte möglich sein.
Die polnischen Ermittler halten es für möglich, dass es sich bei diesem Mord, um ein "typisches Verbrechen" im Homosexuellen- und Stricher Milieu handelte. In den 90er Jahren gab es viele ähnlich gelagerte Fälle in diesem Milieu in ganz Europa, auch bei uns in Deutschland.
Die Opfer suchten sich meistens im Homosexuellen- und Stricher-Milieu einen Begleiter für sexuelle Handlungen. Manchmal bot man diesen jungen Männern auch nur eine Übernachtungsmöglichkeit an. Die jungen Männer gingen mit, die oft selber nicht homosexuell waren. Meistens gab es schon vorher den Plan, wenn eine sexuelle Handlung vorher vereinbart war, das spätere Opfer zu berauben und zu töten. Es meistens vorher keine Opfer-Täter-Beziehung gab, da das Opfer und der Täter häufig zum ersten mal aufeinander trafen, daher war oft für die Polizei schwer einen Täter zu identifizieren, da in diesem Milieu auch die Aussagebereitschaft gegen null tendierte.
Und die Ermittler glauben, dass die Tat auch so im Fall Bogdan Kozioł abgelaufen sein könnte. Was mich dabei etwas irritiert sind die Vielzahl der Verletzungen, die alle nicht tödlich waren und die doch geringe Beute, obwohl ein Pass und ein Handy in Polen zu dieser Zeit auch gutes Geld brachten. Möglicherweise wollte der Täter Bogdan Kozioł gar nicht töten. Er hat ja nicht konsequent eine Tötung vollzogen, eine klare Tötungsabsicht ist für mich nicht klar zu erkennen. Darauf werde ich aber im nächsten Punkt nochmal näher eingehen.
Ich bin deshalb reaktiv vorsichtig mit dieser Theorie. In anderen Fällen kann ich mich klar zu einer Theorie bekennen oder eben auch abgrenzen, aber hier könnte die Theorie tatsächlich stimmen, aber eben auch nicht.
2. Theorie "Sexuellen Handlung"
Wurde Bogdan Kozioł beim Versuch einer sexuellen Handlung ermordet?
Ja, auch diese Möglichkeit sollte man in Betracht ziehen.
Die Ermittler können sich vorstellen, dass der junge Begleiter möglicherweise einfach so mit ins Hotel kam, um dort zu Übernachten oder dort etwas zu feiern, aber nicht um mit Bogdan Kozioł sexuell etwas zu tun. Der junge Mann könnte in der Alkohol- und Drogenszene aktiv gewesen sein. Es könnte sein, dass beim Versuch einer sexuellen Annäherung, der junge Begleiter ausgeflippt ist. Der junge Begleiter mochte keine Homosexuellen und fühlte sich in der Situation nicht wohl. Deshalb schlug er Bogdan Kozioł mit der Wodkaflasche auf dem Kopf. Danach versetzte er dem Opfer Stich- und Schnittverletzungen, um ihn zwar zu Verletzungen, aber nicht zu töten. Der Täter wollte Bogdan Kozioł einfach demütigen, foltern, quälen und seine Stärke beweisen. Ich finde in der Posse in der die Leiche gefunden wurde, interpretierten einige Ermittler als Demütigungshaltung und Schutzhaltung. Entweder wollte der Täter das Opfer von oben herab und den immer wieder zugefügten Verletzungen demütigen, oder der junge Mann ist so durchgedreht, dass Bogdan Kozioł sich schützen wollte. Wenn der Täter eine klare Tötungsabsicht gehabt hätte, dann hätte er ihn ohne Probleme tödlich verletzen können. Aber die nicht tödlichen Verletzungen, könnten auch auf eine Art Unerfahrenheit hinweisen. Da der Täter aber das Zimmer abschloss, hat er in Kauf genommen, das Bogdan Kozioł sich selbst nicht helfen konnte und auch nicht andere ihm helfen konnten, so könnte man ihn eine indirekte Tötungsabsicht vorwerfen, zumindest nahm er in Kauf, dass das Opfer nicht rechtzeitig gerettet werden konnte. Auch der Raub des Mobiltelefons und des Passes, könnte man einfach als Gelegenheitstat auslegen und nicht als Hauptmotiv. Und der Täter konnte davon ausgehen, dass man so schnell nicht auf ihn kommt, da es vorher noch keine Beziehung zwischen dem Opfer und ihm gab. Zwar wurde er von den Hotelangestellten gesehen, aber seit 1998 wurde er nicht identifiziert.
Fazit:
Beide Theorien laufen nicht ganz rund. Bei jeder Theorien gibt es Ausreißer in die andere Theorie. Aber oft sind Taten nicht ganz klar. Sowas gibt es meist nur im Fernsehen. Bei Morden und anderen Verbrechen spielen viele Einflüsse und Faktoren eine Rolle. Wie ich schon erwähnt habe, kann ich mich sehr schwer auf eine Theorie festlegen, dafür müsste ich noch mehr Informationen haben, um mich endgültig festlegen. Ich kann mir beide Möglichkeiten sehr gut vorstellen. Ich denke, da der Täter anhand des Phantombildes, bis dato nicht identifiziert wurde, wäre es sehr hilfreich, wenn man genau wüsste, wo Täter und Opfer aufeinander trafen und wie die Kontaktaufnahme erfolgte. Es sah so aus, dass Bogdan Kozioł gezielt in dieses Hotel fuhr und eine Verabredung hatte. Natürlich könnte er auf gut Glück auf den jungen Begleiter getroffen sein, aber nach dem Verlassen des Hotels kam er schon ein paar Minuten später mit dem jungen Mann wieder zurück ins Hotel. Möglicherweise hatte er den späteren Täter vorher am Tag schon getroffen, als er vielleicht die Stadt erkundete. Diese Kontaktaufnahme finde ich persönlich als besonders wichtig, um die Tat noch besser zu verstehen. Aber jetzt nach über 20 Jahren wird es schwer dies herauszufinden, außer es meldet sich jemand aus diesem Milieu oder Bekanntenkreis des Jungen. Auch wenn der Pass aufgefunden werden sollte, könnte dies eine Spur zum Mörder sein.
Die Nachwirkungen
Die Polizei ist immer noch motiviert, den Mord an Bogdan Kozioł aufzuklären.
Aktuelle Einstufung des Falls
Der Fall wurde als Mordfall eingestuft. Auch ein Raubmord konnte in Frage kommen.
Der Fall ist zwar ein Cold Case und die Ermittlungen stehen aktuell still, aber möglicherweise wird der Fall im Rahmen einer X-Akten Ermittlungen, der Fall erneut untersucht.
Der Täter kann sich nicht sicher fühlen.
Die Ermittler hoffen weiterhin auf Hinweise aus der Bevölkerung.
Fragen der Ermittler:
- Wer weiß, wo Bogdan Kozioł die Nacht vom 1. August auf den 2. August 1998 verbracht hat?
- Wer kannte Bogdan Kozioł und kann Angaben dazu machen, warum er sich so plötzlich entschied, nach Jelenia Góra zu fahren? Hatte er diese Fahrten schon öfters gemacht?
- Wer hat Bogdan Kozioł am 2. August 1998 in der Zeit zwischen 7.00 Uhr - 13.40 Uhr in Jelenia Góra gesehen? Wer weiß, was er in dieser Zeit in Jelenia Góra gemacht hat oder mit wem er unterwegs war?
- Wer hat ihm im Viertel Cieplice in Jelenia Góra gesehen?
- Wer hat Bogdan Kozioł am 2. August 1998 in der Zeit zwischen 7.00 Uhr - 13.40 Uhr, mit dem blonden jungen Mann oder mit einer anderer Person in Jelenia Góra oder direkt im Viertel Cieplice zusammen gesehen?
- Wer weiß, wo Bogdan Kozioł und der junge Begleiter sich kennenlernen?
- Wer kennt den jungen Begleiter von Bogdan Kozioł und weiß in welchem Milieu oder Szene er sich möglicherweise bewegte?
- Wer kennt den jungen Mann auf dem Phantombild von 1998 wieder?
- Wer hat den jungen Mann, der nach der Tat, mit Blutanhaftungen auf der Kleidung beobachtet, wie er das Hotel pod Różami im Viertel Cieplice in der Stadt Jelenia Góra verließ?
- Wer hat den jungen Mann, auf seinem Fluchtweg im Viertel Cieplice beobachtet oder hat ihn irgendwo anders in der Stadt Jelenia Góra wahrgenommen?
- Wer kann Angaben zur Tatwaffe machen?
- Wo fehlt seit August 1998 oder vorher, so ein Messer?
- Wer hat andere Beobachtungen gemacht, die mit dem Mord an Bogdan Kozioł in Zusammenhang stehen könnten?
- Wer weiß, wo das Mobiltelefon, ein Nokia 1610 und der Pass mit der Seriennummer DD6617760 von Bogdan Kozioł zum Kauf angeboten worden, der Pass benutzt worden ist oder wo die Gegenstände abgeblieben sind?
- Wer hat diese Gegenstände nach dem 2. August 1998 bei jemanden in seinem Besitz gesehen?
- Wer hat sonstige Informationen zu dem Fall?
Hinweise bitte an das Städtische Polizeipräsidium in Jelenia Góra
Ul. Nowowiejska 43
58-500 Jelenia Góra
Diensthabender Beamter des Stadtpolizeipräsidiums in Jelenia Góra ist unter der Rufnummer (Vorwahl Polen)+47 87 312 40 oder +47 87 312 22 zu erreichen.
Oder per E-mail:
komendant@jelenia-gora.wr.policja.gov.pl ;
oficer.prasowy@jelenia-gora.wr.policja.gov.pl
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